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Vergleich nationaler Strategien zur Förderung von Künstlicher Intelligenz

Teil 1 zu KI-Rahmenkonzepten von sechs Staaten sowie deren Umgang mit Künstlicher Intelligenz

Herausgeber: 
Konrad-Adenauer-Stiftung
Veröffentlichungsdatum: 
15.11.2018

Der Wettlauf um die weltweit führende Position bei den Technologien der Künstlichen Intelligenz (KI) hat begonnen. Seit der Veröffentlichung der KI-Strategie der Obama-Regierung im Jahr 2016 suchen auch andere Länder nach Wegen, um Forschung und Entwicklung (FuE) sowie die Kommerzialisierung von KI zu fördern und zur KI-Führungsnation USA aufzuschließen.

Die Konrad-Adenauer-Stiftung möchte mit der zweiteiligen Publikation einen vergleichenden Überblick über die KI-Strategien wichtiger Volkswirtschaften liefern, um damit die deutsche Debatte zu bereichern. Teil 1 der Untersuchung fokussiert sich auf die Analyse von KI-Rahmenkonzepten von sechs Staaten (USA, China, Großbritannien, Frankreich, Finnland und Südkorea)  sowie deren Umgang mit dem Umwälzungspotential von Künstlicher Intelligenz. In der zweiteiligen Publikation wird ein Überblick über die KI-Strategien wichtiger Volkswirtschaften geliefert. Ergebnisse des ersten Analyseteils sind:

  • Mangelnde Zielsysteme: Die KI-Strategien der Länder sind überwiegend allgemein formuliert. Ihre teils vagen Zielsetzungen beziehen sich auf unterschiedliche Wirkungsebenen, was deren Umsetzungssteuerung und Erfolgsmessung erschweren wird.
  • Ethik- und Humanorientierung als strategische Stärke der Europäer: Obwohl ethische Fragestellungen in China und USA in unterschiedlichen gesellschaftlichen Foren diskutiert werden, genießt das Thema keine Priorität in den Regierungen. Dies schafft den Raum für Europa, beim Thema ethische KI die Wortführerschaft zu übernehmen: 
  • Ökosysteme als strategisches Gut: Für erfolgreiche KI Lösungen braucht es Forscher, talentierte Entwickler und strategische Unternehmern aber auch versierte Investoren und eine agile Legislative. Während diese Akteure in USA und China den Nährboden für die erfolgreiche Kommerzialisierung von KI ausmachen, gelingt dies in Europa nur Großbritannien ansatzweise.
  • Fehlende Rechenkapazitäten als strategische Schwäche: Die Verfügbarkeit von leistungsfähigen Chips oder der Zugang zu cloud-basierter Rechenleistung stellt eine strategische Notwendigkeit dar. Die europäischen Länder sind in diesem Bereich im Vergleich zu den USA und Ostasien nicht wettbewerbsfähig.