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#SmartHealthSystems: Digitalisierungsstrategien im internationalen Vergleich

Gesundheitssystem-Vergleich mit dem Fokus „Digitalisierung“

Herausgeber: 
Bertelsmann Stiftung
Veröffentlichungsdatum: 
30.11.2018

             Digitale Innovationen im Gesundheitssystem können einen entscheidenden Beitrag zur Verbesserung der Gesundheitsversorgung leisten. Digitale Lösungen können die Patientensicherheit verbessern, die Qualität der Behandlungsergebnisse erhöhen und die wirtschaftliche Effizienz und Nachhaltigkeit eines Gesundheitssystems steigern.

Im internationalen Vergleich schöpft Deutschland dieses Digitalisierungspotenzial jedoch nur unzureichend aus. Viele andere europäische und westliche Staaten sind deutlich fortgeschrittener in der Anwendung und Nutzung von beispielsweise elektronischen Patientenakten, E-Rezepten oder elektronischer Arzt-Patienten-Kommunikation.

Die Studie, die im Auftrag der Bertelsmann Stiftung  von der Forschungsgesellschaft empirica aus Bonn erstellt wurde, besteht aus mehreren Teilen:

  • Teil 1: Internationales Benchmarking und Digital-Health-Index – entwickelt einen neuartigen und eigenständigen Digital-Health-Index, der den Stand der Digitalisierung der nationalen Gesundheitssysteme von 17 EU- und OECD-Ländern auf Grundlage von 34 Indikatoren zu Strategie, technischer Readiness oder digitalem Reifegrad und tatsächlichem vernetzten Gesundheitsdatenaustausch bewertet.
  • Teil 2: Erfolgskriterien und Nutzungsgrade digitaler Anwendungen – analysiert fünf dieser Länder im Detail: Dänemark, Frankreich, Israel, die Niederlande und die Schweiz. Dieser zweite Studienteil untersucht die politischen, akteursorientierten Handlungen und Strukturen sowie die Rahmenbedingungen genauer, zeigt Wirkungsweisen auf und identifiziert sowohl zentrale Erfolgsfaktoren als auch Barrieren für die Digitalisierung des Gesundheitssystems.
  • Teil 3: Aufgrund der vergleichenden internationalen Analyse von Politik und Strategien sowie der genauen Beobachtung nationaler Anstrengungen, Digitalisierung in den Versorgungsalltag zu überführen, konnten Erfolgskriterien bewertet und zur Transferanalyse in Bezug zu anderen Ländern und Gesundheitssystemen wie Deutschland gesetzt werden. Diesen Transfer bildet Teil III dieses Berichts.

Die festgestellten Ergebnisse sollen in ihrer Überleitung zu Handlungsempfehlungen Impulse geben, wie die Digitalisierung des Gesundheitswesens auch hierzulande vorangetrieben werden kann. Die Studie kann darüber hinaus auch abbilden, was Deutschland konkret von den Erfahrungen anderer Länder lernen kann. Damit stellt die Studie den Anspruch, mit ihren Erkenntnissen und Ableitungen einen Beitrag zu leisten, um bessere Strategien zur Digitalisierung formulieren und Entwicklungen wie auch Umsetzungslösungen vorantreiben und beschleunigen zu können.