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Kurzexpertise: Übertragung der Studie von Frey/Osborne auf Deutschland

Studie des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung im Aufrtag des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales

Herausgeber: 
Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung / Bundesministerium für Arbeit und Soziales
Veröffentlichungsdatum: 
14.04.2105

Die Kurzexpertise des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) im Auftrag des BMAS überträgt die Studie der Autoren Frey/Osborne (2013) zu den Automatisierungsrisiken für Beschäftigte durch die Digitalisierung auf Deutschland. Die Kurzexpertise berücksichtigt dabei die tatsächlich ausgeübten Tätigkeiten der Beschäftigten und nicht allein ihre Berufe. Zudem untersucht sie kritisch die Aussagekraft solcher Studien.

Die Kurzexpertise macht deutlich, dass die oftmals gezogenen Rückschlüsse aus der Studie, knapp die Hälfte aller Beschäftigten könnten durch die Digitalisierung ihre Arbeit verlieren, nicht haltbar sind. Die Originalstudie beschreibt lediglich das Automatisierungsrisiko, nicht die Wahrscheinlichkeit eines Arbeitsplatzverlustes. So fließt nicht ein, ob es sich betrieblich überhaupt rechnet, Arbeit durch neue Maschinen zu ersetzen. Es werden auch weder Anpassungsprozesse bei Tätigkeiten und Berufsbildern noch neue Beschäftigungsmöglichkeiten berücksichtigt.

Die Studie kommt zudem zu dem Schluss, dass in der Tendenz die in Folge der Automatisierung neu entstehenden Arbeitsplätze anspruchsvoller seien als Arbeitslätze, die wegrationalisiert würden. Mehr und bessere Qualifizierung sei daher eine gute Vorsorge. Hinzu komme, dass die Zusammenhänge zwischen Automatisierung, Veränderung von Berufsbildern, Arbeitsplatzverlusten und Arbeitsplatzentstehung bisher aber nur unvollständig verstanden würden und weitere Forschung notwendig sei.