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Digitalisierte Arbeitswelt: Berufliche Passungsprobleme und Weiterbildungsbedarfe

Bericht des Projektes Fachkräftemonitoring des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales

Herausgeber: 
Bundesministerium für Arbeit und Soziales
Veröffentlichungsdatum: 
30.06.2019

Mit dem Projekt "Entwicklung eines Analyseinstruments zur Prognose von Fachkräfteangebot und -nachfrage in Deutschland (Fachkräftemonitoring)" verfolgt das Bundesministerium für Arbeit und Soziales das Ziel, ein neues Analyseinstrument zur Fachkräfteprognose zu entwerfen und durch fortlaufende Optimierung der Modellparameter verbesserte Erkenntnisse über Trends in der Angebots- und Nachfrageentwicklung zu erzielen. Auf Basis dieses Fachkräftemonitorings wurde die BMAS-Prognose "Digitalisierte Arbeitswelt" entwickelt, deren zentralen Ergebnisse aufzeigen, dass der zukünftige Arbeitsmarkt von beruflichen Passungsproblemen gekennzeichnet sein wird.

Der Bericht "Folgen von beruflichen Passungsproblemen und Weiterbildungsbedarfe in einer digitalisierten Arbeitswelt" nähert sich vor dem Hintergrund dieser drohender Passungsprobleme einer Quantifizierung zweier Problemlagen an. Zunächst ist bislang unbeantwortet, welche volkswirtschaftlichen Konsequenzen es hätte, wenn sich die beruflichen Ungleichgewichte tatsächlich nicht lösen lassen. Daran anschließend wird eine Abschätzung vorgenommen, in welcher Form und in welchem Ausmaß Weiterbildungen berufliche Anpassungs- und Aufstiegsprozesse auf dem Arbeitsmarkt von Fachkräften unterstützen können, um berufliche Passungsprobleme auf dem Arbeitsmarkt zu verringern und gleichzeitig eine niveauadäquate Beschäftigung der Erwerbspersonen sicherzustellen.

Eine der Folgen von beruflichen Passungsproblemen und Weiterbildungsbedarfe in einer digitalisierten Arbeitswelt deutet darauf hin, dass es in der Volkswirtschaft künftig zu jährlichen, durchschnittlichen Produktionsausfällen in Höhe von rund 100 Mrd. Euro kommen könnte, falls diese beruflichen Passungsprobleme nicht rechtzeitig durch geeignete angebots- und/oder nachfrageseitige Maßnahmen behoben werden. Abgesehen von einer Phase zwischen 2025 und 2030 würde das Wirtschaftswachstum demnach um ca. 0,1 bis 0,2 Prozentpunkte schwächer ausfallen.