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BMAS-Prognose "Digitalisierte Arbeitswelt"

Prognose zur Arbeitswelt im Jahr 2035

Herausgeber: 
Bundesministerium für Arbeit und Soziales
Veröffentlichungsdatum: 
28.02.2019

Mit dem Projekt "Entwicklung eines Analyseinstruments zur Prognose von Fachkräfteangebot und -nachfrage in Deutschland (Fachkräftemonitoring)" verfolgt das Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS) das Ziel, ein neues Analyseinstrument zur Fachkräfteprognose zu entwerfen und durch fortlaufende Optimierung der Modellparameter verbesserte Erkenntnisse über Trends in der Angebots- und Nachfrageentwicklung zu erzielen.

Die BMAS-Prognose "Digitale Arbeitswelt" zeigt, dass der wirtschaftliche und berufliche Strukturwandel dazu führt, dass sich die Arbeitswelt 2035 um über 7 Millionen Arbeitsplätze von der heutigen Arbeitswelt unterscheiden wird. Weitere zentrale Ergebnisse dieser Progonose sind:

  • Die Bevölkerung Deutschlands wächst bis zum Ende der 2020er Jahre, was sich stimulierend auf die Wirtschaft auswirkt. Im Anschluss wird die Bevölkerungszahl wieder leicht rückläufig sein.
  • Der wirtschaftliche und berufliche Strukturwandel führt dazu, dass von heute an bis zum Jahr 2035 insgesamt fast 3,3 Milionen neue Arbeitsplätze entstehen, aber gleichzeitig auch rund 4,0 Milionen wegfallen werden. Diese Zahlen unterstreichen die Bedeutung von Bildung und Weiterbildung bei der mit einer zunehmenden Digitalisierung einhergehenden Umgestaltung der Arbeitswelt.
  • Obwohl ein flächendeckender Mangel an Arbeitskräften nicht ersichtlich ist, treten berufsspezifische Fachkräfteengpässe auf. Das ist u.a. in den medizischen Gesundheitsberufen, aber auch in der Landwirtschaft, Klempnerei, Polizei, Justiz, Erziehung und Sozialarbeit festzustellen.
  • Bei Berufsgruppen mit breiten Zugangsmöglichkeiten für Personen mit berufsfremder oder ohne berufsfachlicher Qualifiaktion besteht hingegen eine hohe Konkurrenz bei der Stellensuche. Das ist bspw. bei der Lagerwirtschaft, Reinigung, Gastronomie oder Einkauf und Vertrieb der Fall.