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29.11.2018

Zukunft der Mobilität: Nordrhein-Westfalen setzt auf Digitalisierung

Verkehrsminister Wüst diskutiert mit Experten, Nutzern und Verkehrsverbünden über digitalen Wandel im Güter- und im Personenverkehr

Nordrhein-Westfalen soll zur Modellregion für Mobilität 4.0 werden – mit intelligenter Verkehrsführung, neuen Mobilitätskonzepten und automatisiertem Fahren. Auf zwei Veranstaltungen diskutierten Expertinnen und Experten, Nutzerinnen und Nutzer sowie Projektpartnern der ÖPNV-Digitalisierungsoffensive gemeinsam mit dem nordrhein-westfälischen Verkehrsminister Hendrik Wüst über die Zukunft des Güter-, Personen- und öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) in Nordrhein-Westfalen.

Fachkonferenz „Zukunft denken – Vernetzung in der Mobilität“

Auf der Fachkonferenz „Zukunft denken – Vernetzung in der Mobilität“, zu der das Verkehrsministerium eingeladen hat, stellten Experten aus Wirtschaft und Wissenschaft visionäre Ideen vor, wie die Chancen der Digitalisierung und Vernetzung für eine zukunftsfähige Mobilität in Nordrhein-Westfalen genutzt werden könnten. Die Ansätze für den Güter- und Personenverkehr wurden unter den aktuellen rechtlichen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen diskutiert. Ebenso wurden politisch-administrative Hebel identifiziert, die zur Durchsetzung neuer Ideen am Markt und der Stärkung der Mobilität in Nordrhein-Westfalen beitragen. Die Ergebnisse der Diskussion fließen in die Arbeit des Verkehrsministeriums ein.

Verkehrsminister Hendrik Wüst zur Zukunft der Mobilität in NRW:

„Wir machen Nordrhein-Westfalen zu einem Ort, an dem neue Technologien, Dienste und Anwendungen erforscht, entwickelt, getestet, produziert und frühzeitig angewendet werden.“

Dialog der ÖPNV-Digitalisierungsoffensive

Laufende und abgeschlossene Projekte und geplante Maßnahmen im ÖPNV waren die Themen der zweiten Veranstaltung zur Digitalisierung von Verkehr und Infrastruktur. Beim jährlichen Dialog der ÖPNV-Digitalisierungsoffensive tauschten die Projektpartner erste Erfahrungen mit digitalen Anwendungen in den Verkehrsverbünden aus. Ziel der ÖPNV-Digitalisierungsoffensive ist es, den Fahrgästen des Nahverkehrs individuelle und flexible Mobilität zu ermöglichen. Dazu müssen Information, Kommunikation und Vertrieb noch weiter vernetzt und digitale Anwendungen ausgebaut werden.

Projekte der ÖPNV-Digitalisierungsoffensive

Das im Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) getestete elektronische Tarifmodell „nextTicket“ wird per App bedient und rechnet Fahrtstrecken kilometergenau ab. Ergebnisse der Marktforschung zeigen, dass nextTicket für viele Nutzer eine Alternative zu herkömmlichen Ticketing-Modellen sein kann und elektronische Tarife angenommen werden.

Ein Teil des Vernetzungsprozesses sind die Kooperationsgedanken der verantwortlichen Verkehrsverbünde hin zu einem verbundübergreifenden, landesweiten eTarif. Der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR), Verkehrsverbund Rhein-Sieg (VRS), Aachener Verkehrsverbund (AVV) und WestfalenTarif entwickeln eine gemeinsame Projektstruktur für ein Nordrhein-Westfalen weites „Check In/Be Out“-System.

Außerdem wurde über die Verknüpfung aller Auskunftssysteme gesprochen, die Daten über Fahrpläne, Verspätungen und Ausfälle Nordrhein-Westfalen weit bereitstellen. In einem ersten Schritt ist über das „Open Data Portal NRW“ bereits ein Großteil der Daten erhoben worden. Diese sollen in den kommenden Monaten ergänzt und verfeinert werden.