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20.03.2018

Westfalen erprobt erste medizinische Anwendungen auf der elektronischen Gesundheitskarte

Feldtest für Notfalldatensatz und elektronischen Medikationsplan

Bislang findet im Rahmen der sukzessiven Anbindung der Arztpraxen an die Telematikinfrastruktur nur ein Abgleich der Versichertenstammdaten der Patienten über die elektronischen Gesundheitskarte (eGK) statt. Um für noch mehr Akzeptanz der elektronischen Gesundheitskarte bei Ärzten und Patienten zu sorgen, sei es notwendig, dass bald auch medizinische Applikationen über die Karte aufrufbar sind, betonte der Vorstand der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe Thomas Müller. Daher werden ab Herbst 2018 in Westfalen-Lippe der Notfalldatensatz sowie der elektronische Medikationsplan erprobt. Dies erklärten Thomas Müller und Frank Gotthardt, Vorsitzender des Vorstands der CompuGroup Medical SE (CGM), im Rahmen des Gesundheitskongress des Westens in Köln.

An dem Feldtest werden gemäß den gematik-Vorgaben 70 bis 75 Arztpraxen, einige Zahnarztpraxen, bis zu 16 Apotheken, eine kassenärztliche Notfalldienstpraxis sowie ein Krankenhaus teilnehmen. Diese Akteure sollen über einen Zeitraum von acht Wochen 1.400 Notfalldatensätze und 2.100 Medikationspläne auf den elektronischen Gesundheitskarten der Versicherten speichern. Der Feldtest wird wissenschaftlich begleitet und evaluiert, um Erkenntnisse zur Akzeptanz und Praxistauglichkeit der Anwendungen zu erhalten. Dazu  KVWL-Vorstand Müller:

"Wir in Westfalen wollen diese Entwicklung aktiv im Sinne der Ärzte und Psychotherapeuten beeinflussen und voranbringen, damit die Telematikinfrastruktur in Deutschland letztendlich bestmöglich funktioniert."