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15.11.2018

Veranstaltungsrückblick zur Fachtagung Mittelstand: Wettbewerbsvorteile durch Digitalisierung

Experten diskutierten Herausforderungen in Zeiten der Digitalisierung

Auf der „Fachtagung Mittelstand: Wettbewerbsvorteile durch Digitalisierung“ an der ISM Dortmund am 6. November stellten Fachleute aus unterschiedlichen Bereichen künftige Aufgaben, Fragestellungen und Lösungsansätze zur Digitalisierung im Mittelstand vor. Zu Beginn der Fachtagung sagte ISM-Präsident Prof. Dr. Ingo Böckenholt:

„Deutschland verdankt seine ökonomische Kraft dem Mittelstand. Doch die zukünftige Wettbewerbsfähigkeit hängt entscheidend davon ab, wie Unternehmen der Aufgabe Digitalisierung gerecht werden.“

Technologische Anwendungen der Digitalisierung

Heinz-Paul Bonn, Berater bei HPBonn Consulting und ehemaliger Vizepräsident des BitKom, gab zunächst eine Einführung in das „Universum der Digitalisierung“. Er nannte Anwendungsbeispiele für Künstliche Intelligenz, die für Analyse, Automation, Autonomie und Prognose genutzt werden kann: selbstfahrende Fahrzeuge, automatisierte Fabrikfertigung und Vorhersagen von Verkehr und Konsumentenverhalten.

Versicherungsrechtliche Perspektive

Über die oft fatalen Folgen von Datendiebstahl und Cyberkriminalität für Unternehmen berichtete André Ferch von der Sparkasse Dortmund. Datenhandel sei lukrativer als der weltweite Drogenhandel. Der Experte nannte als Beispiel den „fake president“- eine Betrugsmasche, bei der sich Cyber-Kriminelle per E-Mail täuschend echt als Geschäftsführer einer Firma ausgeben und Geldtransfers veranlassen. Zur Bekämpfung der Bedrohung wurden im Anschluss Versicherungsmodelle vorgestellt, die Unternehmen absichern können.

Finanzielle Ansätze

Anja Bukowski, Abteilungsdirektorin bei der KfW Mittelstandsbank, präsentierte Digitalisierungs- und Innovationskredite für Firmen, Karl A. Niggemann von der IfW gab einen Überblick über geeignete Eigenkapitalpartner zur Finanzierung der Digitalisierung. Prof. Dr. Michael Henke von der Technischen Universität Dortmund/Fraunhofer Institut stellte Chancen und Anwendungsfelder der Blockchain-Technologie vor. Zum Abschluss gab Alexander Vetten von Ernst & Young einen Ausblick auf künftige Aufgaben in der Steuerberatung und Buchhaltung und auf weitreichende Änderungen in der Finanzverwaltung.