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21.02.2019

Veranstaltungsrückblick: "Digitalisierung der Finanzbranche"

Finanzminister Lienenkämper möchte mehr digitale Teilhabe ermöglichen

Nordrhein-Westfalens Minister der Finanzen Lutz Lienenkämper hat am Dienstag den 19. Februar 2019 gemeinsam mit Eckhard Forst, Vorstandsvorsitzender der NRW.BANK, hochkarätige Vertreter von Banken und Wirtschaft in der Landesvertretung in Brüssel begrüßt. Im Zentrum der Debatte standen die Potenziale der Digitalisierung für den Finanzsektor und die hiermit verbundenen notwendigen Anpassungsprozesse, die nicht nur Unternehmen, sondern auch Gesetzgeber und Bankenaufsicht vor große Herausforderungen stellen.

Minister Lienenkämper betonte in Brüssel die aktive Rolle Nordrhein-Westfalens in Europa bei der Mitgestaltung moderner Rechtsgrundsätze sowie effektiver Regeln und Standards. Er unterstrich:

„Als großer Wirtschafts- und Finanzstandort im Herzen Europas wird Nordrhein-Westfalen hier Impulse geben. Wir arbeiten bereits erfolgreich daran, dass jede und jeder an Rhein, Ruhr und Lippe die neuen digitalen Chancen auch nutzen kann: Wir wollen mehr digitale Teilhabe ermöglichen. Dies schaffen wir durch eine umfassende Digitalisierungs-Strategie, verstärkte digitale Bildung und mehr digitale staatliche Dienstleistungen.“

Nach der Eröffnung führte Prof. Dr. Joachim Wuermeling, Vorstandsmitglied der Bundesbank, als Keynoteredner in die Thematik ein. Die Digitalisierung könne dazu beitragen, das Finanzsystem widerstandsfähiger und Märkte effizienter zu machen. Da die Digitalisierung aber über IT-Risiken hinaus die Risikolandschaft möglicherweise deutlich verändere, sei ein regulatorischer Rahmen gefragt, der diese Veränderungen in sinnvolle Bahnen lenke.

In der sich anschließenden Expertenrunde standen Prof. Wuermeling mit der langjährigen ehemaligen CFO der Lufthansa AG und Digitalisierungsexpertin Simone Menne sowie Noémie Papp, Leiterin für Digital & Retail der European Banking Federation (EBF), und Kai Böringschulte, geschäftsführender Gesellschafter des Finanzportals COMPEON, weitere kompetente Diskutanten zur Seite. Das Panel debattierte unter anderem lebhaft über die Chancen durch schnellere, transparente und verbraucherfreundliche Prozesse einerseits und mögliche Herausforderungen durch Arbeitsplatzverluste oder nicht ausreichende Kontrollmöglichkeiten andererseits.