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21.02.2018

Telematik-Infrastruktur Ausbau für e-Health auf dem Vormarsch

Projekt "eHealth für Nordrhein" treibt Ausbau der Telematik-Infrastruktur voran

Der Ausbau der Telematik-Infrastruktur und die damit verknüpfte Einführung einer elektronischen Patientenakte ist im neuen Koalitionsvertrag eines der wichtigsten Themen für die Entwicklung der Gesundheitswirtschaft. Durch die Telematik-Infrastruktur kann der Austausch von Patientendaten digital über alle Akteure im Gesundheitswesen hinweg erfolgen, ermöglicht durch eine IT-Infrastruktur, die Gesundheitseinrichtungen miteinander verknüpft.

Von Seiten der Technik braucht es dazu verschiendene Komponenten, um die Praxen an das Netz anzuschließen, draunter Kartenlesegeräte, Praxisausweise und spezielle Konnektoren. Diese werden von der gematik - Gesellschaft für Telematikanwendungen der Gesundheitskarte zugelassen. Momentan werden allerdings noch keine medizinischen Daten auf den Gesundheitskarten der Patienten gespeichert, die gematik hat aber zum Ziel diese Entwicklung voranzutreiben und die Ärzte ans Telematik-Netz zu bringen.

In NRW wird unter anderem duch das Projekt eHealth für Nordrhein der Ausbau der Telematik-Infrastruktur vorangetrieben. Das Projekt der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein (KVNo) und der CompuGroup Medical Deutschland AG (CGM) soll Ärzte in der Region motivieren, sich an die Infrastruktur anzuschließen. Das Projekt hat primär die Einführung der Anwendung eines eArztbriefes und einer 1-Click-Abrechnung zum Ziel. Jedoch gibt es von Seiten der Ärzte in der Region auch kritische Stimmen gegenüber dem Ausbau, so der Vorstandsvorsitzender der KV Nordrhein Dr. med. Frank Bergmann:

„Das gemischte Echo auf die Einführung der Telematikinfrastruktur bei unseren Mitgliedern hat neben organisatorischen und finanziellen Aspekten vor allem damit zu tun, dass die Praxen selber damit zunächst noch gar keine Vorteile verbinden. Der vorgeschriebene Versichertenstammdatenabgleich als erste Anwendung erhöht auch nicht gerade die Akzeptanz. Deshalb liegt uns sehr daran, einen zusätzlichen Nutzen für die Praxen zu schaffen. Das gemeinsame Projekt mit CGM schafft die Voraussetzungen dafür.“