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08.04.2019

Rheinisches Revier: Land und Bund fördern Digitalisierungsprojekte

90 Millionen Euro für Forschung und Innovation im Rheinischen Revier

Bund und Länder haben sich auf ein Sofortprogramm für die Braunkohlereviere mit einem Volumen von insgesamt 260 Millionen Euro geeinigt. 240 Millionen Euro an Projektmitteln stellt der Bund zur Verfügung. Auf das Rheinische Revier entfallen davon mit 90 Millionen Euro rund 37 Prozent der Bundesmittel. Nordrhein-Westfalen werde das Sofortprogramm ergänzen und die Kofinanzierung übernehmen, teilten Ministerpräsident Armin Laschet und Wirtschafts- und Energieminister Prof. Dr. Andreas Pinkwart mit.


Wirtschafts- und Energieminister Pinkwart führte dazu aus:


„Das Programm ist ein wichtiger erster Schritt zum schnellen Aufbau neuer Strukturen, um Wirtschaft und Innovation im Rheinischen Revier zu stärken. Weitere Ideen werden je nach Projektfortschritt folgen. Dies ist ein Einstieg in das Milliardenprogramm, mit dem in den nächsten 20 Jahren neue Wertschöpfung und Beschäftigung im Rheinischen Revier entstehen soll.“


Von den Bundesmitteln werden mehr als 70 Millionen Euro in Forschungs- und Innovationsinitiativen in den Bereichen Künstliche Intelligenz, nachhaltige Energie, Bioökonomie, Digitalisierung sowie Medizin investiert. Die Wettbewerbsfähigkeit der Regionen wird außerdem durch die Förderung wichtiger Zukunftsfelder gestärkt


In NRW wird beispielsweise die Initiative Neuroinspirierte Technologien der Künstlichen Intelligenz ihre Arbeit aufnehmen. Außerdem sorgt das Fraunhofer-Institut für Angewandte Informationstechnik FIT mit dem Zentrum für Digitale Energie für die Entwicklung innovativer Versorgungskonzepte, abgesichert durch interdisziplinäre IT-Sicherheitstools. 


Das Projekt Reviermanagement Gigabit soll den Ausbau gigabitfähiger und einheitlicher digitaler Infrastrukturen beschleunigen. Dazu wird die Machbarkeitsstudie „Digitale Schiene“ gefördert. Zu den Starter-Maßnahmen, die das Land mit eigenen Mitteln anschiebt, gehört zum Beispiel die Stärkung der Zukunftsagentur Rheinisches Revier GmbH, die neue Verknüpfungen zwischen Digitalisierung und Infrastruktur herstellt.


Zu den weiteren Projekten, die vom  Bund gefördert werden sollen, zählen unter anderem:


  • das Science-to-Business-Center BioSC 2.0 für Bioökonomie
  •     das Fraunhofer Institut für Geothermie und Energieinfrastruktur in Weisweiler
  • Smarte Pendlerparkplätze
  • Multimodale Mobilitätsdaten

Das Sofortprogramm läuft bis 2021. Über ein eigenes Gesetz des Bundesministerium für Bildung und Forschung zur Stärkung der Kohleregionen sollen zukünftig weitere Forschungsprojekte gestartet und laufende Maßnahmen verstetigt werden.