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06.12.2017

Projekt TACNET 4.0 entwickelt System für echtzeitfähige Industrievernetzung

Deutsches Industriekonsortium ebnet "taktilem Internet“ den Weg für die Digitalisierung von Produktion und Robotik

Im Jahr 2020 startet mit „5G“ die nächste Generation mobiler Kommunikationsnetze. Diese werden über sehr hohe Datenraten verfügen und, mit für den Menschen nicht mehr wahrnehmbaren Reaktionszeiten unter einer Millisekunde, ein sogenanntes „taktiles Internet“ sein. Damit dieses für die für die vernetzte Produktion (Industrie 4.0) nutzbar wird, haben sich 14 deutsche Unternehmen und Organisationen im Projekt „TACNET 4.0 - Tactile Internet“ zusammengeschlossen, um die hierfür notwendigen Konzepte und Algorithmen zu entwickeln. Dadurch wird etwa die direkte Interaktion zwischen Mensch und Maschine oder die drahtlose Prozesssteuerung ermöglicht.


Einer der wichtigsten Aspekte von TACNET 4.0 ist die lokale und standortübergreifende sichere Übertragung von Daten mit minimaler Verzögerung. Das Projekt setzt dabei auf offene Schnittstellen, sodass die Netzwerkfunktionen zum Beispiel durch Apps erweitert und andere gängige sowie neuartige industrielle Kommunikationsnetze integriert werden können.


Nach dem offiziellen Start im April 2017 wurde bei einem Konsortialtreffen nun der erste Meilenstein abgeschlossen. Dabei wurde Analyse der Anwendungsfälle und Industrieanforderungen fertiggestellt und in die 3GPP-Standdardisierung eingebracht, so dass nun die eigentliche Arbeit in den technischen Arbeitsgruppen die Vorbereitung der Demonstratoren in Angriff genommen werden kann.


Das Projekt wird innerhalb des Förderprogramms „5G: Taktiles Internet“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung mit rund 6,3 Millionen Euro gefördert. Koordiniert wird es vom Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI), gemeinsam mit Nokia Bell Labs. Das Institut für industrielle Informationstechnik (inIT) der Hochschule OWL ist einer der Projektpartner.