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16.07.2019

Plattform für Künstliche Intelligenz: Whitepaper „Maschinelles und Tiefes Lernen“ vorgestellt

Maschinelles und Tiefes Lernen als Motor für innovative KI

Deutschland ist in vielen Forschungs- und Anwendungsfeldern der Künstlichen Intelligenz sehr stark. Die rasche technologische Entwicklung erfordere jedoch einen weiteren Ausbau der Spitzenforschung – insbesondere bei den leistungsstarken Verfahren des Maschinellen und Tiefen Lernens (Deep Learning). Das Verständnis der theoretischen Grundlagen sei hier teils noch lückenhaft, so die beiden Autoren des Whitepapers „Maschinelles und Tiefes Lernen“ der Plattform Lernende Systeme.

Für eine zukunftsorientierte KI-Forschung müsse zudem die KI-Infrastruktur in Deutschland weiter auf- und ausgebaut werden – insbesondere durch Cluster, die Maschinelles und Tiefes Lernen mittels speziellen KI-Beschleunigern (z.B. GPU-/CPU-Cluster) unterstützen. Zugleich gelte: In Zukunft werden sich KI-Infrastrukturen voraussichtlich stark von den heutigen unterscheiden. Deutschland sollte daher nicht nur auf ausgereifte Technologien setzen, sondern gezielt auch neue Rechenplattformen erforschen. Dies könnte zu einem Wettbewerbsvorteil werden.

Eine der aktuell leistungsfähigsten Ansätze des Maschinellen Lernens ist das Tiefe Lernen. Eine große Zahl an künstlichen Neuronen verarbeitet dabei in mehreren Schichten die eingegangenen Informationen und stellt am Ende ein Ergebnis bereit. Maschinelles Lernen werde auch künftig das Fundament der KI bilden, so die Autoren des Whitepapers – allerdings auch in Verbindung mit anderen leistungsstarken KI-Methoden. Neben einem fundierten KI-Fachwissen erfordere dies umfangreiche Programmierkenntnisse, Anwendungswissen sowie ein tiefes Verständnis der statistisch-probabilistischen Grundlagen – also dem Umgang mit Unsicherheiten.

Auch der erfolgreich Wissenstransfer in die Praxis erfordere eine stärkere Vernetzung sowie eine interdisziplinäre Zusammenarbeit entlang der Wertschöpfungskette. Neue duale Programme für Doktorandinnen und Doktoranden und insbesondere die Förderung von Gründungen und Start-ups seien hierfür vielversprechende Instrumente. Weiterhin raten die Autoren des Whitepapers, dass die geplanten KI-Kompetenzzentren und KI-Hubs neben der Grundlagenforschung auch Kooperationsprojekte und -strategien entwickeln sowie Unternehmen beraten.

Das Whitepaper „Maschinelles und Tiefes Lernen – Der Motor für KI made in Germany“ steht zum Download bereit.