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28.08.2019

NRW will in zwei Jahren zu den Top Ten Europas bei Künstlicher Intelligenz gehören

Kompetenzplattform KI.NRW mit erfolgreicher Zwischenbilanz

Nordrhein-Westfalen will innerhalb der nächsten zwei Jahre zu den zehn stärksten europäischen Standorten für die Entwicklung und Anwendung Künstlicher Intelligenz gehören. Dieses Ziel formulierten Wirtschafts- und Digitalminister Prof. Dr. Andreas Pinkwart und Prof. Dr. Stefan Wrobel, Institutsleiter des Fraunhofer-Instituts für Intelligente Analyse- und Informationssysteme IAIS, auf einer Pressekonferenz in Düsseldorf.


Minister Pinkwart erklärte:


„Unsere neue Kompetenzplattform KI.NRW hat bereits ein halbes Jahr nach dem Start eine eindrucksvolle Erfolgsgeschichte vorzuweisen. Ich bin deshalb sicher, dass die Netzwerkplattform das ehrgeizige Ziel erreichen wird, einen der führenden Plätze in der ersten Liga Deutschlands und Europas beim Thema KI einzunehmen.“


Bereits im ersten halben Jahr konnte KI.NRW zahlreiche Projekte auf den Weg bringen. Dazu zählt der europaweit erste Prüfkatalog zur Zertifizierung von KI-Anwendungen, den ein interdisziplinäres Forscherteam der Universitäten Bonn und Köln sowie des Fraunhofer IAIS in Kooperation mit dem Bun­des­­amt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) aktuell entwickelt. Ziel ist es, anhand dieser Zertifizierung eine sachkundige und neutrale Bewertung von KI zu ermöglichen und somit die technische Zuverlässigkeit und einen verantwortungsvollen Umgang mit der Technologie zu gewährleisten.


Um den direkten Technologietransfer zwischen Forschung und Industrie zu fördern, initiiert KI.NRW mehrere Flaggschiffprojekte und baut Experimentalumgebungen auf, die Raum für explorative Analysen und Untersuchungen bieten: Konkret geplant sind bisher anwendungsbezogene Vorhaben in den Bereichen Mobilität, Produktion, Circular Economy, Medizintechnik und Digital Farming. In den Projekten arbeiten große Unternehmen, Mittelständler und Start-ups eng mit Universitäten, Hochschulen und Forschungseinrichtungen zusammen.


KI.NRW baut sein strategisches Netzwerk kontinuierlich aus und kooperiert auf Landes-, Bundes, und EU-Ebene. Eine wichtige Zusammenarbeit besteht mit dem Kompetenzzentrum Maschinelles Lernen Rhein-Ruhr (ML2R) – einem von vier bundesweiten Knotenpunkten für Spitzenforschung und Transfer im Maschinellen Lernen, das durch die Technische Universität Dortmund und das Fraunhofer IAIS geleitet wird. Auf europäischer Ebene kooperiert KI.NRW mit der Initiative „AI4EU – A European AI On-Demand Platform and Ecosystem“.


Die Weiterentwicklung der Künstlichen Intelligenz ist für Digitalminister Pinkwart eines der großen Zukunftsthemen:


„Es berührt auch ethische Fragen etwa zum Verhältnis von Mensch und Maschine. Deshalb wollen wir es zum Gegenstand einer gesellschaftlichen Diskussion machen. Dabei sind jeder Beitrag, jede Idee und jede Anregung willkommen.“


Bürgerinnen und Bürger können sich online in den Dialog einbringen: Der am 23. August 2019 gestartete, vierwöchige Beteiligungsprozess findet statt auf www.digitalstrategie.nrw.