Sie sind hier

Share page with AddThis
30.01.2018

Neue digitale Lösungen für den Bahnverkehr

Assistenzsysteme und automatisierte Streckenbeobachtung versprechen große Potenziale

Eine von der Allianz pro Schiene vorgestellte und von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) geförderte Studie zeigt, dass mit Fahrerassistenzsystemen bis zu 15 Prozent des Energieverbrauchs im Bahnverkehr eingespart werden können, die rund drei Prozent der Gesamtkosten ausmachen. Anschaffungs- und Einführungskosten entsprechender Systeme rechnen sich laut Studie bereits nach zwei bis vier Jahren.

Die Studie "Fahr umweltbewusst! Energieverbrauch im Schienenverkehr durch den Einsatz von Fahrerassistenzsystemen reduzieren" ist Teil eines von der DBU fachlich und mit 125.000 Euro finanziell geförderten Pilotprojektes, das eine Laufzeit bis Ende September dieses Jahres hat.

In einem weiteren Forschungsprojekt entwickeln Partner aus Eisenbahnwesen und Forschung – darunter das Fraunhofer-Institut für Intelligente Analyse- und Informationssysteme IAIS in Sankt Augustin – eine Technologie zur 3D-Rekonstruktion und -analyse des Streckennetzes. Für das Forschungsprojekt »Zustandsüberwachung des Gleisumfeldes« (ZuG) stellt das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) 2,5 Millionen Euro zur Verfügung. Ziel von ZuG ist es, künftig auch die Funktion der Streckenbeobachtung zu automatisieren und so das Bahnpersonal zu entlasten.