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27.09.2019

Kongress eHealth.NRW: Weiterentwicklung eines digitalen Gesundheitswesens gewinnt an Dynamik

Pilotphase für das Virtuelle Krankenhaus für das Frühjahr 2020 geplant

Mit über 300 Teilnehmern ist am vergangenen Montag der Fachkongress „eHealth.NRW“ im Crowne Plaza Hotel Düsseldorf-Neuss gestartet. Im Fokus der Veranstaltung stand unter anderem die Frage, inwieweit das Digitale Versorgung-Gesetz (DVG) die Digitalisierung des Gesundheitswesens entscheidend voranbringen kann. Karl-Josef Laumann, Minister für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen, betonte in seiner Eröffnungsrede die Bedeutung digital unterstützter Versorgungsnetzwerke für eine bedarfsgerechte, ortsnahe und qualitätsorientierte Behandlung. Als Beispiel nannte er das Virtuelle Krankenhaus, über das künftig fachärztliche Expertise landesweit besser zugänglich gemacht soll.

Mit dem Vorhaben verfolgt Minister Laumann auch hinsichtlich der Finanzierung konkrete und nachhaltige Ziele. So soll das Virtuelle Krankenhaus nicht über klassische Projektförderungen, sondern über die GKV-Versorgung getragen werden. Die Pilotphase ist für das Frühjahr 2020 geplant. Für den Aufbau stellt das Land Nordrhein-Westfalen bis zu zwei Mio. Euro pro Jahr bereit.

Laumann betonte:

„Wir wollen die digitale Versorgung im Gesundheitswesen besser machen. Das digitale Krankenhaus soll Teil des Systems der Regelversorgung werden und schließlich ganz normal, wie andere Leistungen des Gesundheitssystems, von den Kassen finanziert werden.“

Im Anschluss widmete sich der Fachkongress dem aktuellen Stand des Aufbaus der Telematikinfrastruktur sowie der praktischen Umsetzung der Telemedizin in Nordrhein-Westfalen und diskutierte Finanzierungsmöglichkeiten mit den relevanten Akteurinnen und Akteuren.