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06.08.2019

IG BCE: Beschäftigte haben keine Angst vor Digitalisierung

Bundesweite Umfrage "Monitor Digitalisierung" der IG BCE - Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie

Die Digitalisierung der Industrie ist für die Praktiker in den Betrieben längst nicht das Schreckgespenst, zu dem sie in der öffentlichen Debatte häufig stilisiert wird: Der Erhebung zufolge trauen sich 71 Prozent aller Befragten zu, mit der Digitalisierung auch in Zukunft Schritt halten zu können. 54 Prozent sind offen für Veränderungen am Arbeitsplatz, 64 Prozent haben keine Sorge um ihren Job. Digitalisierung ist in Augen vieler Beschäftigter allerdings ein Treiber für wachsenden Arbeits- und Zeitdruck – für 47 Prozent der Befragten des „Monitors Digitalisierung“ trifft diese These voll oder überwiegend zu, für weitere 43 Prozent „teils, teils“.

66 Prozent halten eine stringente Digitalisierungsstrategie ihres Betriebs für unabdingbar für dessen Wettbewerbsfähigkeit in der Zukunft, 56 Prozent fühlen sich von ihren Arbeitgebern aber genau darüber nur unzureichend informiert. 37 Prozent nehmen an Weiterbildungen teil, weil durch die Digitalisierung neue Anforderungen an ihre Tätigkeit gestellt werden. 44 Prozent tun dies, weil sie sich gern mit dem Thema beschäftigen. Nur 25 Prozent geben an, im Betrieb die notwendigen Rahmenbedingungen für eine Weiterbildung zu Themen der Digitalisierung vorzufinden.

Das sind einige Erkenntnisse des „Monitors Digitalisierung“ – einer der größten Umfragen unter Industriebeschäftigten, die in Deutschland bislang zu dem Thema durchgeführt wurde. Dazu hat die Stiftung Arbeit und Umwelt im Auftrag der IG BCE Beschäftigte aus den Branchen der Gewerkschaft befragen lassen – von Chemie- und Pharmaindustrie über Kautschuk- und Kunststoffbranche bis zu Energie- oder Zementwirtschaft. An der Online-Erhebung haben sich bundesweit mehr als 14.000 Menschen beteiligt. Mehr als die Hälften der Befragten ist in NRW beschäftigt.