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24.10.2018

FH Bielefeld erhält Förderung für die Entwicklung von Big Data in der Industrieproduktion

Land NRW vergibt drei Millionen Euro im Rahmen des Förderwettbewerbs „Forschungsinfrastrukturen“

Die Digitalisierung nutzen, um Kostensenkungen und schnellere Abläufe in der Produktion zu erreichen und zudem die Umsetzung neuer Geschäftsmodelle in Angriff zu nehmen: Dafür erhält jetzt das Center for Applied Data Science (CfADS) der Fachhochschule (FH) Bielefeld am Campus Gütersloh drei Millionen Euro im Rahmen des Förderwettbewerbs „Forschungsinfrastrukturen“ des Landes Nordrhein-Westfalen. Die Mittel werden je zur Hälfte vom Land NRW und aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) zur Verfügung gestellt.

Die Forschungsschwerpunkte der Forschungseinrichtung liegen bei Big-Data-Technologien und -Anwendungen, die Produktionsprozesse steuern und überwachen. Mit der Förderung soll eine anwendungsorientierte Industrial-Internet-of-Things-Plattform (IIoT) aufgebaut werden. Eine Produktionsstraße im Kleinen wird entstehen – inklusive eines Hochregallagers und elektrischer Logistikfahrzeuge – und dazu dienen, eigene Produktionsdaten zu gewinnen. Diese Daten werden in einem weiteren Schritt aufbereitet und ausgewertet und können dazu genutzt werden, Arbeits- und Geschäftsprozesse zu optimieren.

Für die Umsetzung des Forschungsvorhabens kooperiert die FH Bielefeld mit den Firmen Venjakob Maschinenbau GmbH & Co. KG und Beckhoff Automation GmbH & Co. KG.
Christian Nüßer, Geschäftsführer von Venjakob Maschinenbau, zu der Kooperation:

„Im Zuge der digitalen Transformation ist es für mittelständische Unternehmen besonders wichtig, regionale Kooperationen mit der Wissenschaft zu schließen. Mit der FH Bielefeld als starkem Partner und der Förderung durch das Land NRW haben Unternehmen wie wir frühzeitig die Chance, zukunftsweisende Themen wie ,Prescriptive Maintenance‘ zu erforschen und die Ergebnisse in neue digitale Produkte einzubetten.“

Auch für die Lehre an der FH Bielefeld leistet der Auf- und Ausbau des CfADS als Experimentierfeld für die Industrie 4.0 einen wertvollen Beitrag. Professor Dr.-Ing. Lothar Budde, Dekan am Fachbereich Ingenieurwissenschaften und Mathematik, erklärt:

„Die Studierenden insbesondere in den neuen Studiengängen ,Digitale Logistik‘, ,Digitale Technologien‘ und ,Product-Service-Engineering‘ werden frühzeitig mit ­aktuellen ­Forschungsergebnissen und datenbasierten Verfahren konfrontiert und auf die Herausforderungen der digitalisierten Arbeitswelt vorbereitet.“