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02.08.2018

Elektronische FallAkte startet in mehreren Modellregionen in NRW

IT-Portal für den digitalen Informationsaustausch zwischen niedergelassenen und stationären Ärzten in der Region Borken/Ahaus sowie im Raum Dortmund ausgerollt

Das im Rahmen des Leitmarktwettbewerbs Gesundheit.NRW geförderte Projekt »I/E-Health NRW« hat zum Ziel, existierende Insellösungen für den übergreifenden Austausch von elektronischen Daten mittels standardisierter IT-Infrastrukturen für die interdisziplinäre Versorgung nutzbar zu machen und das E-Health-Gesetz in NRW umzusetzen.

»I/E-Health« umfasst die vier Modellregionen Borken/Ahaus (Demenz-Akte), Münster/Kreis Warendorf (Geriatrie-Akte), Dortmund (Pädiatrie-Akte) und Düren/Aachen (Notfall-Pflegeakte, Onkologie-Akte), in denen der Einsatz der Elektronischen FallAkte (EFA) in der Spezifikation 2.0 in unterschiedlichen Anwendungsszenarien erprobt werden soll. Um möglichst alle Akteure im Behandlungsprozess technisch an die EFA anzubinden, werden verschiedene technische Integrationsverfahren der EFA im Projekt berücksichtigt.

Einige Krankenhäuser, wie z. B. das Klinikum Dortmund, können über eine direkte EFA-2.0-Integration im Krankenhausinformationssystem Fallaktenfunktionen nutzen. Niedergelassene, deren Praxisverwaltungssysteme die im Projekt entwickelte EFA 2.0 – KV Connect Schnittstelle umsetzen, können ebenfalls medienbruchfrei Fallaktenfunktionen in der gewohnten Systemumgebung nutzen. Viele Niedergelassene und Pflegeeinrichtungen aus den Modellregionen verfügen jedoch nicht über solche Schnittstellen. Hier schafft das EFA-Portal Abhilfe, welches im Rahmen des Projekts durch das Fraunhofer-Institut für Software- und Systemtechnik ISST und das Rechenzentrum Volmarstein (RZV) betrieben wird. Gemeinsam entwickeln und betreiben sie ein IT-Portal für den digitalen Informationsaustausch zwischen niedergelassenen und stationären Ärzten. Das Portal wird in der Region Borken/Ahaus sowie im Raum Dortmund ausgerollt.

Das EFA-Portal setzt alle Kernfunktionen der EFA 2.0-Spezifikation um, und bietet weitere für die Modellregionen relevante Mehrwertfunktionen. Dr. Sven Meister, der die »eHealthcare«-Forschung am Fraunhofer ISST leitet sagte zum Start:

"Wir freuen uns über die Chance, unser Konzept der Elektronischen Fallakte im Rahmen des Projekts direkt gemeinsam mit Ärzten anwendungsnah weiterentwickeln zu können. Wir möchten, dass unsere Lösung die Anforderung der Anwender trifft. Hier ist das Projekt ein weiterer wichtiger Schritt."