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09.02.2018

E-Health: Lockerung des Fernbehandlungsverbots vielleicht noch in diesem Jahr

Ärztetag entscheidet im Mai über Videosprechstunde und ähnliche Konzepte

2018 könnte das Jahr werden, in dem sich in Deutschland im Bereich Telemedizin einiges bewegt. Im Mai dieses Jahres wird der Deutsche Ärztetag darüber entscheiden, ob das Fernbehandlungsverbot deutschlandweit gelockert wird. Bisher dürfen Ärzte neue Patienten nur nach einem persönlichen Gespräch behandeln. In Baden-Württemberg gibt es allerdings bereits zwei Modellprojekte, innerhalb derer Ärzte ihnen unbekannte Patienten online per Videosprechstunde beraten. In den USA sind solche Dienste bereits etabliert, unter anderem ist Google in diesen Bereich aktiv. Zur Meldung über Telemedizin bei der deutschen Ärztezeitung

In Ostwestfalen-Lippe wird die Videosprechstunde seit Mai 2016 im Modellprojekt 'elektronische Visite' in Pflegeheimen getestet, unterstützt durch das ZTG Zentrum für Telematik und Telemedizin GmbH. Innerhalb dieses Projekts wird die Videosprechstunde als Alternative zur persönlichen Visite getestet. Laut des Projekts genügt die Videosprechstunde in 83,2 Prozent der Fälle und es bedarf keiner näheren ärztlichen Untersuchung im Anschluss. Zur Studie des ZTG Zentrum für Telematik und Telemedizin GmbH

Laut einer DAK-Studie, innerhalb derer 1.147 Mediziner aus ganz Deutschland befragt wurden, würde eine Lockerung des Fernbehandlungsverbot vor allem bei jungen Ärzten Anklang finden. Etwa 80 Prozent der befragten Mediziner gaben in der Studie an, dass sie E-Health Anwendungen wie Videosprechstunden und Online-Beratungen positiv gegenüber stehen. Momentan handelt es sich in diesem Bereich aber noch nicht um ein etabliertes Feld: obwohl vier von fünf Ärzten das Konzept Videosprechstunde kennen, hatten nur acht Prozent von ihnen bereits mit diesem Behandlungskonzept zu tun. Zum DAK Digitalisierungs- und E-Health-Report