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05.01.2018

Diskussion um Sozialabgaben für Click- und Crowdworking

F.A.Z. berichtet über Vorschläge für die Plattformökonomie

Die Digitalisierung verändert zunehmend die Beschäftigungsverhältnisse in Deutschland. Immer mehr Menschen nutzen digitale Plattformen als Vermittler für Nebenerwerbstätigkeiten aber auch als vollerwerbstätige Solo-Selbständige. Auf diese Weise umgehen die sogenannten Click- und Crowdworker den regulären Beschäftigtenschutz und vermeiden Sozialabgaben. Dadurch können sie ihre Leistungen preisgünstiger anbieten als viele Unternehmen. Die Kosten der ausbleibenden Abgaben an die Sozialensicherungssysteme trägt in der Regel die Allgemeinheit.


Um dieser Entwicklung entgegenzuwirken, hat Joachim Breuer, Hauptgeschäftsführer der gesetzlichen deutschen Unfallversicherung, gegenüber der Frankfurter Allgemeinen gefordert, dass Plattformbetreiber die klassiche Aufgaben der Arbeitgeber übernehmen und Beiträge zur Unfall-, Renten- sowie Krankenversicherung abführen sollen. Er verweist dabei auf Frankreich, wo zum Jahresbeginn ein entsprechendes Gesetz in Kraft getreten ist.


Während der Vorstoß von Gewerkschaftsseite positiv aufgenommen wurde, äußerte sich der Plattformbetreiber Myhammer gegenüber der F.A.Z. kritisch über die praktische Umsetzbarkeit des Vorschlages. Gleichzeitig werden auch auf EU-Ebene Möglichkeiten diskutiert, Crowd- und Clickworker besser abzusichern.