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17.09.2019

Digitalisierung im ÖPNV: NRW fördert Entwicklung von standardisierten Tarifmodulen

Das Verkehrsministerium fördert mit 1,3 Millionen Euro aus Landesmitteln die Entwicklung von standardisierten Tarifmodulen für den ÖPNV im gesamten Land.

Das Verkehrsministerium fördert mit 1,3 Millionen Euro aus Landesmitteln die Entwicklung von standardisierten Tarifmodulen für den ÖPNV im gesamten Land. Davon profitieren die Verbünde und Verkehrsunternehmen, die künftig ihre Tarifinformationen digital einheitlich verarbeiten und abbilden können. Die Förderung läuft über einen Zeitraum von vier Jahren. Ab 2021 wird PKM (Produkt- und Kontrollmodul) verpflichtender Bestandteil des neuesten eTicket-Deutschland-Standards. Nordrhein-Westfalen stellt bereits jetzt die Weichen dafür und unterstützt so die Verbünde und Verkehrsunternehmen bei der Umsetzung.

Verkehrsminister Hendrik Wüst sagte bei der Übergabe:

„Gerade die junge Generation lässt uns die Unübersichtlichkeit bei den Tarifen und Tickets nicht mehr durchgehen. Darum nutzen wir die Chancen der Digitalisierung für einen besseren ÖPNV. Die Produkt- und Kontrollmodule sind ein Schritt für zukünftige digitale Anwendungen. Neuerungen können damit einfacher und schneller umgesetzt werden.“

Tarifinformationen zu sämtlichen Tarifgebieten in Nordrhein-Westfalen liegen derzeit nicht in einer einheitlichen digitalen Form vor und können von Fahrplanauskunfts- und Vertriebssystemen nur schwer integriert werden. Die Lösung sind Tarifmodule nach PKM, einem vom Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) entwickelten offenen Standard. Sie sorgen dafür, dass Tarife digital einheitlich verarbeitet und abgebildet werden können. Die Tarifinformationen können so nicht nur über Websites oder Apps bereitgestellt werden, sondern auch in Automaten, Busdruckern, Kontrollgeräten u. Ä. besser eingepflegt werden. Dadurch werden auch Updates im Zuge von Tarif-Änderungen oder -Innovationen vereinfacht.

PKM unterstützt damit auch Plattform-Initiativen wie Mobility Inside vom VDV, die auf standardisierte Tarifmodule angewiesen sind. Die Fördergelder von 1,3 Millionen Euro erhält das beim Verkehrsverbund Rhein-Sieg (VRS) verortete Kompetenzcenter Marketing (KCM). Mit dem Geld baut es Projekt- und Unterstützungsstrukturen, tarifübergreifende Module und Tool-Erweiterungen zur vereinfachten Pflege der Tarifdaten auf. Ziel ist es, Tarifmodule nach PKM-Standard zu entwickeln und gemeinsam mit den für die Tarife verantwortlichen Verbünden auf ganz Nordrhein-Westfalen auszuweiten.