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25.02.2019

Digitalisierung braucht mehr Zivilgesellschaft

Wie der digitale Wandel des sozialen Sektors gelingen kann

Die Digitalisierung rüttelt spürbar an den bisherigen Regelwerken des sozialen Miteinanders. Immer mehr Non-Profit-Organisationen, Vereine und Initiativen in Deutschland machen es sich deshalb zur Aufgabe, den digitalen Wandel zum Wohl der Gesellschaft zu gestalten. In dem neuen Report "Digitalisierung braucht Zivilgesellschaft" informieren die Robert-Bosch-Stiftung und die Bertelsmann-Stiftung über den aktuellen Stand dieses "digitalen Engagements".


Der Report zeigt exemplarisch an Non-Profit-Organisationen aus dem In- und Ausland auf, wie diese das Thema Digitalisierung angehen, und identifiziert zentrale Handlungsfelder für das Engagement der Zivilgesellschaft. Ottilie Bälz, Leiterin des Bereichs Gesellschaft der Robert Bosch GmbH, erklärt:


 "Bisher bestimmen wirtschaftliche Fragen die Diskussion über den digitalen Wandel. Bei der Digitalisierung geht es aber nicht nur um Effizienz und Produktivität. Sie verändert auch die Art, wie wir miteinander diskutieren, politische Entscheidungen treffen und als Gesellschaft zusammenleben. Deshalb brauchen wir in der Digitalisierungsdebatte dringend mehr starke Stimmen der Zivilgesellschaft."


Die Autoren machen im Report fünf Felder aus, in denen das Engagement der Zivilgesellschaft besonders gefragt ist:


  • Zugang zu Netz und Technik schaffen
  • Digitale Kompetenzen vermitteln
  • Datenbasierte Innovationen für die Gesellschaft ermöglichen
  • Schutz der Persönlichkeit im Digitalen Raum gewährleisten
  • Digitale Zukunft durch Vision und Position voranbringen

Wichtigste Schlussfolgerung des Reports: Der Dritte Sektor muss und sollte nicht alles digitalisieren, aber er braucht eine Strategie für das digitale Zeitalter. Da Digitalisierung neben der technischen Entwicklung auch soziale und kulturelle Fragen betrifft, ist dazu auch und vor allem Organisationsentwicklung nötig. Dafür braucht der Sektor stärkere Unterstützung durch Förderer wie die öffentliche Hand, Stiftungen und Unternehmen.