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09.08.2018

Digitale Technologien im After-Sales-Dienstleistungsgeschäft: Softwaredemonstrator für KMU

Neu entwickelter Softwaredemonstrator soll KMU bei Überwindung ihrer Ressourcenengpässe im After-Sales-Dienstleistungsgeschäft unterstützen

Digitale Technologien (bspw. Datenbrillen oder mobile Endgeräte und Applikationen) gewinnen für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) des Maschinenbaus zunehmend an Bedeutung, da durch deren Einsatz bestehende Ressourcenengpässe minimiert und ungenutzte Potenziale aufgedeckt werden können. Besonders relevant ist der Einsatz digitaler Technologien zum Ausbau von After-Sales-Dienstleistungen. Bedingt durch sinkende Margen im Neumaschinengeschäft, werden Dienstleistungen zunehmend zum entscheidenden Faktor zur Erzielung von Umsatzpotenzialen. Trotz der wachsenden Bedeutung von After-Sales-Dienstleistungen im Maschinenbau sind insbesondere KMU oftmals nicht in der Lage ihr Kerngeschäft durch Dienstleistungen auszubauen. Grund hierfür sind vorrangig mangelnde Ressourcen wie beispielsweise Personalengpässe, begrenzte finanzielle Möglichkeiten sowie fehlendes Know-How. Damit Unternehmen des Maschinenbaus ihre Wettbewerbsfähigkeit langfristig sichern können, bedarf es KMU-gerechter Methoden und Lösungen zur Auswahl, Bewertung und Implementierung digitaler Technologien.

Das International Performance Research Institute (IPRI) hat gemeinsam mit dem Aachener Forschungsinstitut für Rationalisierung (FIR), im Rahmen des Forschungsprojektes ScaleUp, einen Softwaredemonstrator entwickelt, welcher KMU des Maschinenbaus bei der Überwindung ihrer Ressourcenengpässe im After-Sales-Dienstleistungsgeschäft unterstützen soll.

Softwaredemonstrator als Unterstützung zur Überwindung von Ressourcenengpässen

Das Forschungsprojekt ScaleUp liefert als Kernergebnis einen Softwaredemonstrator in Form eines Technologienavigators. Dieser unterstützt KMU bei der Auswahl und Bewertung digitaler Technologien, zum effizienteren Einsatz digitaler Technologien.
Der Demonstrator ist besonders nutzerfreundlich, da er ohne besondere technische- oder fachliche Vorkenntnissen bedient werden kann und die Anwendung aufwandsarm ist. Dabei stehen dem Nutzer unterschiedliche Funktionen zur Auswahl:

  • Schwachstellenidentifikation und Auswahl geeigneter digitaler Technologien
  • Kosten- und Nutzenbewertung digitaler Technologien
  • Ermittlung der erforderlichen Kompetenzen zur Implementierung digitaler Technologien.

Um einen hohen Nutzen der Ergebnisse sicherzustellen, wurden die einzelnen Funktionen mit unterschiedlichen Unternehmen des projektbegleitenden Ausschusses validiert. Durch allgemeine Angaben zum Unternehmen, wie beispielsweise Unternehmensgröße oder Umsatz, wird zudem gewährleistet, dass die Lösungsvorschläge auf die Anforderungen des jeweiligen Unternehmens zugeschnitten sind. Dadurch, dass der Demonstrator online zur Verfügung gestellt wurde, können alle Interessenten schnell und unkompliziert Zugang zu dem Softwaredemonstrator erhalten. Obwohl der Fokus des Forschungsprojektes auf KMU des Maschinenbaus lag, kann der Softwaredemonstrator auch von Unternehmen anderer Branchen genutzt werden.