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25.10.2018

Deutscher Startup Monitor 2018: Die meisten Startups kommen aus NRW

Nordrhein-Westfalen überholt Berlin und belegt Spitzenplatzierungen im Bereich Universitäten

Der Bundesverband Deutsche Startups e.V. und die KPMG AG Wirtschafts-prüfungsgesellschaft haben Daten von 1.550 deutschen Startups ausgewertet und die Ergebnisse im „Deutschen Startup Monitor 2018“ (DSM) zusammengefasst. Das Ziel der jährlichen Erhebung ist es, die nationale Gründungsforschung voranzubringen und so für mehr Transparenz und Verbesserungen im deutschen Startup-Ökosystem zu sorgen. Die Erhebung ist nicht repräsentativ, gilt aber als eine der umfassendsten Untersuchungen in der deutschen Gründerszene.

Laut der Erhebung wurden 31,6 Prozent der Startups im Bereich der Informations- und Kommunikationstechnologie gegründet und über die Hälfte der Befragten schätzt den Einfluss der Digitalisierung auf ihr Geschäftsmodell als sehr groß ein. Auch Künstliche Intelligenz wurde von 35,5 Prozent als wichtiger Einfluss genannt. Blockchain und Virtual/Augmented Reality sind dagegen wenig verbreitet.

Aus der diesjährigen Studie geht hervor, dass Nordrhein-Westfalen erstmals die meisten Startups stellt und Berlin als Standort überholt hat. 19 Prozent aller Jungunternehmen kommen aus NRW (Berlin 15,8 Prozent), insbesondere die Metropolregion Rhein-Ruhr sticht mit 11,2 Prozent hervor.

Auch die Universitäten in NRW wurden gut bewertet: In den Top 10 der Gründerhochschulen belegt die RWTH Aachen Platz drei, die Universität zu Köln ist auf dem neunten Rang geführt. Diese bietet zudem ein Beispiel für die besonders erfolgreiche Unterstützung von Startups: Der seit 2015 betriebene GATEWAY Gründungsservice ist Anlauf- und Beratungsstelle für Gründer und Interessierte mit innovativen Geschäftsideen.

In NRW wurden seit der Erhebung eine Reihe von Maßnahmen zur Förderung der Gründerszene auf den Weg gebracht, wie das Gründerstipendium.NRW oder die Digitalstrategie.NRW. Deren Beurteilung wird erst im kommenden Jahr in die Bewertung einfließen.

Grundsätzlich wünschen sich die Gründerinnen und Gründer vor allem den Abbau von regulatorischen und bürokratischen Hürden und mehr Unterstützung bei der Kapitalbeschaffung. Auch die Stärkung von Entrepreneurship im Bildungswesen sowie der flächendeckende Ausbau des Gigabit-Netzes sind häufig genannte Anliegen der Startups. Eine Schwierigkeiten für Startups besteht zudem bei der Rekrutierung von Fachkräften aus dem IT-Bereich. Drei von vier Befragten geben an, ihren Bedarf nicht decken zu können.