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24.07.2019

Bundesministerium für Gesundheit fördert digitale Innovationen

Neuer Förderschwerpunkt soll Versorgung im Gesundheitswesen verbessern

Die fortschreitende Digitalisierung im Gesundheitswesen bietet vielfältige Möglichkeiten die Qualität und die Wirtschaftlichkeit der deutschen Gesundheitsversorgung zu stärken und weiterzuentwickeln. Besondere Chancen bieten Methoden der künstlichen Intelligenz (KI) in Kombination mit der Nutzung und Auswertung großer Datenmengen. Erhebliches Potenzial ergibt sich hieraus insbesondere für Weiterentwicklungen in den Bereichen der Entscheidungsunterstützung durch wissensbasierte Expertensysteme, der Erkennung und Analyse von Mustern, der Robotik, der Datenkompetenz und einer intelligenten Mensch-Maschine-Interaktion.

Das Bundesministerium für Gesundheit hat nun die Rahmenbekanntmachung zum Förderschwerpunkt: „Digitale Innovationen für die Verbesserung der patientenzentrierten Versorgung im Gesundheitswesen“ bekannt gegeben. Der Förderschwerpunkt gliedert sich in bis zu vier Module, die einzeln ausgeschrieben werden.

  • Im Modul 1 geht es um Smarte Sensorik. Um mittels smarter Sensoren und Aktuatoren gewonnene Daten in KI- und Algorithmus basierte Systeme einfließen zu lassen und so Diagnostik, Versorgung und Pflege verbessern zu können, ergeben sich aus medizinischer und pflegerischer Perspektive zahlreiche Anwendungsfälle.
  • Modul 2 hat die Smarte Datennutzung zum Thema. Es soll insbesondere nachgewiesen werden, ob und unter welchen regulatorischen Rahmenbedingungen sich innovative Formen der Datennutzung für konkrete KI-Anwendungen eignen, z. B. zur Generierung sog. Real World Evidence und deren wissenschaftlichen Nutzung.
  • Smarte Algorithmen und Expertensysteme beschreiben das Modul 3 haben das Potenzial medizinische Entscheidungsprozesse in Echtzeit zu unterstützen, zu beschleunigen damit die Präzision der medizinischen Versorgung zu erhöhen. 
  • Modul 4 nimmt die Smarte Kommunikation in den Blickpunkt. Mögliche Fragestellungen dabei sind beispielsweise die Entwicklung eines Methodenverständnisses im Hinblick auf die Bewertung von Gesundheitsinformationen, Big Data/KI in der Gesundheitsversorgung, Risikokommunikation sowie die Fähigkeit, mit digital vorab informierten Patientinnen und Patienten zu kommunizieren und der Umgang mit ethischen Fragen von KI-Beteiligung an Forschung, Diagnose und Therapie.

Die Ausschreibungen zu den Modulen sowie Stichtage und Förderbedingungen werden separat veröffentlicht.