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22.10.2019

Bundesforschungsministerium: Transfer von KI in die Wirtschaft stärken

Gerade kleine- und mittelgroße Betriebe sollen vom technologischen Fortschritt profitieren

Die Künstliche Intelligenz (KI) bietet riesige Chancen. Nicht nur durch ihren Nutzen für die Gesellschaft, sondern auch für die deutschen Unternehmen. Ein Ziel der KI-Strategie der Bundesregierung ist es deshalb, Deutschland zu einem führenden Wirtschafts- und Forschungsstandort in diesem Bereich zu machen. Damit dies gelingen kann, muss die Politik einen breiten Transfers von KI-Anwendungen in die Wirtschaft ermöglichen und hierfür die Rahmenbedingungen schaffen.

Die Chancen, die dabei entstehen, beschränken sich nicht nur auf große, internationale Konzerne: Gerade kleine- und mittelgroße Betriebe können vom technologischen Fortschritt profitieren. In allen Bereichen der Wirtschaft sind große Potenziale für den Mittelstand durch die Nutzung von KI auszumachen. Fest steht: Gelingt es Deutschland, das vorhandene Know-how, etwa im Bereich Produktion, mit neuen digitalen Kompetenzen und neuen Technologien zu kombinieren, entstehen große Chancen für die Wirtschaft und den Arbeitsmarkt.

Die Forschung kann helfen diese Chancen in der Praxis nutzbar zu machen. Um die Anforderungen aus dem Unternehmensalltag besser zu berücksichtigen, hatte Bundesforschungsministerin Anja Karliczek am 22. Oktober 2019 zu einem Gespräch mit Vertretern von KMU eingeladen. In einem Fachgespräch, an dem unter anderem Vertreter des Verbands Deutscher Maschinen- und Anlagenbau und des Zentralverbands Elektrotechnik- und Elektronikindustrie teilnahmen, drehte sich alles um die Frage: Wie kann Forschung KMU im Bereich der Künstlichen Intelligenz unterstützen?

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) hat bereits verschiedene Maßnahmen in der Umsetzung und in der Planung, in der Forschungsprojekte gefördert werden, in denen Wissenschaft und Wirtschaft, insbesondere KMU, zusammenarbeiten. Diese betreffen sowohl Grundlagenforschung und die Anwendung von KI in der Praxis. Diese Strategie ist nicht einfach ein Produkt, das fertig vorliegt, sondern vielmehr der Einstieg in einen Prozess, in den sich alle Stakeholder einbringen, um „KI Made in Germany“ auch wirklich Realität werden zu lassen.

Die Umsetzung der KI-Strategie durch das BMBF besteht aus drei wesentlichen Aktionsfeldern:

  • Einrichtung neuer Professuren und Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses.
  • Ausbau der Kompetenzzentren und Vernetzung mit Anwendungshubs als Kern eines Nationalen Forschungskonsortiums.
  • Ausbau und Stärkung der Forschungsförderung zu KI-Grundlagen und ihrer Anwendung im Bereich des autonomen Fahrens und der Lebenswissenschaften, national und in internationalen Kooperation (u.a. mit Frankreich und Schweden)

In allen drei Bereichen hat das BMBF die Maßnahmen der Strategie auf den Weg gebracht.