Sie sind hier

Share page with AddThis
07.02.2018

Bitkom: Digitalisierung gefährdet Arbeitsplätze in Deutschland

Branchenverband sieht 3,4 Mio. Beschäftigte betroffen

Der Branchenverband Bitkom hat Anfang Februar prognostiziert, dass in den kommenden Jahren 3,4 Millionen Jobs durch die Digitalisierung in Deutschland gefährdet sind – etwa jeder zehnte Arbeitsplatz.

Diese Voraussage hatte in den vergangenen Tagen ein großes Medienecho hervorgerufen. Bitkom-Präsident Achim Berg fordert gegenüber der FAZ die Einführung des bedingungslosen Grundeinkommens sowie konsequentes politisches Handeln und  eine Vision für ein digitales Deutschland. Denn mit der Digitalisierung entstünden auch neue Arbeitsplätze, für die derzeit aber zu wenig ausgebildetes Personal zur Verfügung stehe. Bitkom-Präsident Achim Berg:

„Die digitalen Jobs gehen dorthin, wo jene Leute sind, die sie gut machen. Wir müssen dafür sorgen, dass diese Leute in Deutschland sind. Dann haben wir digitale Arbeit im Überfluss.“

Hintergrund

Die Bitkom-Studie ist nicht die erste, die sich mit der Auswirkung der Digitalisierung befasst. Bereits 2013 sagten die Ökonomen Frey und Osborne der Universität Oxford für die USA voraus, dass 47 Prozent aller Arbeitsplätze in den USA durch die Digitalisierung gefährdet sein. 2015 erstellte das Mannheimer Forschungsinstitut ZEW im Auftrag des Bundesarbeitsministeriums eine eigene Studie und kam dabei zudem Ergebnis, dass in der Folge der Automatisierung zwar Arbeitsplätze verloren gingen, aber auch neue, anspruchsvollere Tätigkeitsfelder entstehen würden.