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01.09.2017

Berufsbildung: Steigende Anforderungen durch Digitalisierung und Arbeit 4.0

Deutscher Gewerkschaftsbund stellt Ausbildungsreport 2017 vor

Am 31. August stellte der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) den diesjährigen Ausbildungsreport vor und fordert, die Ausbildungsqualität zu verbessern.

Die fachliche Qualität wird laut Bericht von der Mehrheit der Befragten (58 Prozent) als "sehr gut" oder "gut" bewertet, jedoch sei die Abstimmung zwischen Berufsschule und Betrieb häufig unzureichend. „Die duale Ausbildung sorgt für die Fachkräfte von morgen, Probleme bei der Qualität der Ausbildung bleiben aber ein Dauerthema“, sagt die stellvertretende DGB-Vorsitzende Elke Hannack. Deshalb müsse der Gesetzgeber einschreiten:

„Die nächste Bundesregierung muss endlich das Berufsbildungsgesetz im Sinne der Auszubildenden reformieren. Jahr für Jahr klagen gerade die Branchen über Nachwuchssorgen, die für ihre schlechten Ausbildungsbedingungen bekannt sind – da darf die Politik nicht länger wegschauen. Bund und Länder sollten außerdem einen Pakt für Berufsschulen schließen, mit dem sie sich verpflichten, die Berufsschulen technisch zu modernisieren und für die notwendigen Lehrkräfte zu sorgen.“

Insbesondere mit Blick auf die digitale Transformation und die im Zuge von Arbeit 4.0 gestiegenden Anforderungen an die Auszubildenden forderte DGB-Bundesjugendsekretärin Manuela Conte: "Wir brauchen einen modernen gesetzlichen Rahmen und Rechtssicherheit für Auszubildende, sichere Perspektiven nach der Ausbildung und einheitliche Qualitätsstandards für die Ausbildung."