Sie sind hier

Share page with AddThis
17.09.2018

BASF eröffnet modulares Labor für Fahrzeugserienlacke in Münster

Digitale Technologie optimiert Prozesse und fördert innovative Produktentwicklung

Der Unternehmensbereich Coatings der BASF hat am Standort Münster ein neues Labor für Fahrzeugserienlacke eröffnet. Das modulare Laborkonzept „Lean Lab“ soll europaweit für optimierte, digitalisierte und transparente Prozesse sowie eine effiziente Nutzung von Ressourcen im Laborbereich sorgen. Durch eine Segmentierung der Aufgabengebiete der Labormitarbeiter sowie standardisierte und automatisierte Prozesse will BASF zukünftigen Marktanforderungen schnell und flexibel begegnen können.


Dirk Bremm, Leiter des Unternehmensbereichs Coatings von BASF sagte anlässlich der Eröffnung:


„Durch die Digitalisierung von Prozessschritten, optimierte Ressourcennutzung und Automatisierung können wir noch besser und schneller auf die Bedürfnisse unserer Kunden eingehen.“ 


Seit 2014 wurde dafür ein bestehendes Laborgebäude für 24 Millionen Euro komplett saniert und um eine Etage aufgestockt. Entstanden sind vier helle Laborebenen mit modernsten Laborarbeitsplätzen, die alle digital miteinander vernetzt sind. In segmentierten Arbeitsprozessen werden kundenspezifische Produktentwicklungen vorangetrieben, Lackproben hergestellt und Applikationstests durchgeführt. Ein optimiertes Logistikkonzept stellt zudem sicher, dass sämtliche Materialien für die tägliche Arbeit – und zwar nur diese – zur Verfügung stehen, was sich positiv auf die Ressourceneffizienz auswirkt.


Karl-Josef Laumann, Minister für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen, der an der Eröffnung teilnahme stellte fest:


„Alles spricht davon, dass die Digitalisierung jeden von uns betrifft. Das BASF Lean Lab in Münster zeigt ganz konkret, wie sich zum Beispiel der Beruf des Lacklaboranten verändert. Zwar geht es immer noch darum, Farben und Lacke im Labor auf ihre Eigenschaften oder ihr Wirken zu untersuchen, doch geschieht das heute in einer Hightech-Umgebung. Die jungen Menschen, die den Beruf ergreifen, müssen also nicht nur chemisches, sondern auch technisches und IT-Verständnis mitbringen. Das zeigt mir: Ausbildung ist modern. Sie ist attraktiv. Sie ist der Einstieg in eine Karriere.“


Für Arbeitserleichterung und Qualitätssicherung sorgt ein Labordosierautomat, der eigens für das Labor in Münster gebaut wurde. Die zwölf Meter lange und acht Tonnen schwere Maschine, die BASF gemeinsam mit dem Anlagenhersteller FRICKE Dosing + Filling Systems aus Minden entwickelt hat, kann aus über 300 flüssigen Rohstoffen Standard-Rezepturen herstellen.


Alle Arbeitsaufträge und die dazugehörigen Versuche innerhalb des Labors werden digital gespeichert und dokumentiert, so dass Transparenz, Reproduzierbarkeit und Wissenstransfer zwischen den einzelnen Standorten gefördert wird. Das Lean Lab in Münster ist dabei ein Pilotprojekt für die Einführung ähnlicher Anlagen an weiteren Standorten in Europa. Das Lean Lab soll der neue europäische Standard des Unternehmens werden und viele Möglichkeiten eröffnen, die Produktentwicklung zu intensivieren und flexibel auf neue Herausforderungen zu reagieren.