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26.09.2019

Ausbildungsreport 2019: Auszubildende müssen besser auf Digitalisierung vorbereitet werden

Ein Drittel der Auszubildenden sieht sich durch den Berufsschulunterricht zu wenig für die Digitalisierung gerüstet

Viele Auszubildende sehen sich durch ihre Berufsausbildung nur unzureichend auf die digitale Arbeitswelt vorbereitet. Das belegen die Zahlen des neuen Ausbildungsreports der DGB-Jugend. Zwar geben rund 80 Prozent der Befragten an, dass Digitalisierung und Automatisierung in ihrer Ausbildung wichtig oder sehr wichtig sind. Doch nur 54 Prozent der Jugendlichen sehen sich während ihrer Ausbildung gezielt darauf vorbereitet, digitale Technologien auch zu nutzen. Mit der Dauer der Ausbildung sinken diese Werte sogar noch. Während im ersten Lehrjahr noch mehr als drei Viertel (75,3 Prozent) der Auszubildenden optimistisch sind, was ihre die Vorbereitung auf die digitale Arbeitswelt angeht, sind es kurz vor der Abschlussprüfung nur noch 60 Prozent (60,4%).

DGB-Bundesjugendsekretärin Manuela Conte sagte:

„Zu einer guten Ausbildung gehören eine bessere technische Ausstattung und die Vermittlung von digitalen Kompetenzen ebenso dazu, wie besser qualifiziertes Lehrpersonal und Breitbandanschlüsse für die Berufsschulen“.

Nur ein Drittel (34,9 Prozent) der Auszubildenden beurteilt die digitale Ausstattung ihrer Berufsschule als sehr gut oder gut. Ebenfalls ein Drittel (32,7 Prozent) sieht sich durch den Berufsschulunterricht nur ausreichend oder mangelhaft auf den Umgang mit digitalen Medien und Technologien gerüstet.

Enorme Unterschiede gibt es zwischen großen und kleinen Betrieben. Während 70 Prozent der Ausbildenden in Unternehmen mit mehr als 500 MitarbeiterInnen sagen, sie werden gezielt für digitale Technologien qualifiziert, sind es in kleinen Betrieben mit 5 bis 10 MitarbeiterInnen nur 45 Prozent. Wo es Betriebsräte oder Jugendvertretungen (JAVs) gibt, ist die Lage besser.

Der gesamte Ausbildungsreport 2019 der DGB-Jugend steht hier zum Download bereit.