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27.07.2017

Assistenzsystem gestaltet Service in Windenergieanlagen deutlich einfacher

System mit Datenbrille erleichtert technischem Servicepersonal in Windenergieanlagen die Arbeit

Nach zweijährigen Forschungen und Entwicklungen haben das Bremer Institut für Produktion und Logistik BIBA an der Universität Bremen, der Spezialist für virtuelle 3D-Dienstleistungen AnyMotion und der IT-Security-Spezialist COMback die Ergebnisse des Projektes „AR Maintenance System“ vorgestellt: ein Assistenzsystem mit Datenbrille zur Unterstützung des technischen Servicepersonals in Windenergieanlagen.

Das Verbundvorhaben wurde vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie im Rahmen des "Zentralen Innovationsprogramms Mittelstand" (ZIM) gefördert. Servicetechniker des Bremer Unternehmens wdp, das weltweit Windparks entwickelt und betreibt, haben das System im Einsatz getestet und als „praktisch“ sowie „hilfreich“ bewertet.

Das System hilft zum Beispiel bei der Navigation. So leitet es in den komplexen Windenergieanlagen (WEA) auf sicheren Wegen zu den Einsatzorten. Dort liefert es dann Informationen, die zur Erledigung der Wartungs- oder Reparaturaufträge erforderlich sind, und es hält dafür zum Beispiel technische Datenblätter parat. Über ein mit dem System verbundenen Tablet und per Handgesten lassen sich nach Bedarf auch weitere Informationen abrufen und in die Brille einblenden. Zudem ist es möglich, über sichere Online-Datenverbindungen externe Hilfe in Anspruch zu nehmen und zum Beispiel live Experten in aller Welt zuzuschalten. Sie können nach entsprechender Autorisierung Zugriff auf das System erhalten. Darüber hinaus übernimmt das System zeitaufwendige und vielfach als lästig empfundene Dokumentationspflichten, denn über die Brille werden die Arbeiten erfasst und in das System eingespeist. Das Blättern in dicken Büchern mit eng beschriebenen Seiten entfällt, ebenso das mühsame Ausfüllen von Formularen.

Es gebe zahlreiche Anwendungsfelder und darüber hinaus etliche Optionen für die Ergänzung zusätzlicher Anwendungen. Nach der erfolgreichen Entwicklung des Demonstrators müsse das AR Maintenance System nun zunächst einmal zur Marktreife weiterentwickelt werden. Noch suchen die Projektbeteiligten hier nach einem geeigneten Partner.