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08.05.2018

Aspekte der Arbeitswelt von heute und morgen: "Atlas der Arbeit" erschienen

Entwicklungstrends in Deutschland, Europa und der Welt

Der "Atlas der Arbeit", den die Hans-Böckler-Stiftung und der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) herausgeben, zeichnet ein Bild davon, wie unsere Arbeitswelt heute gestaltet ist, wie sie sich ständig wandelt und welche Möglichkeiten – insbesondere für Politik, Gewerkschaften und Zivilgesellschaft – bestehen, diese zu verändern. Er liefert damit eine Grundlage, um über die Arbeit der Zukunft zu diskutieren.

Der Atlas bietet mit kurzen Texten und prägnanten Infografiken aktuelle Daten und Fakten über Jobs, Einkommen und Beschäftigung. Die Themen Digitalisierung und Arbeit 4.0 nehmen dabei eine zentrale Rolle ein, denn diese werden das Arbeiten in fast allen Bereichen grundlegend wandeln. Laut der Publikation fehlen jedoch Regeln und Gesetze, um den neuen Herausforderungen – flexible Arbeitszeiten, internationales Crowdworking, Big Data, internationale Dienstleistungsplattformen, neue Berufe, die entstehen, alte Berufe, die an Bedeutung verlieren, Datenschutz, Machtkonzentration bei Konzernen, wachsende Ungleichheit – zu begegnen. Hier sehen die Autoren Handlungsbedarf.

Michael Guggemos, Geschäftsführer der Hans-Böckler-Stiftung, sagte anlässlich der Vorstellung des Altas:

„Politik, Gewerkschaften und Zivilgesellschaft haben die Möglichkeit, die Arbeit der Zukunft zu gestalten. Voraussetzung ist das Wissen, was genau passiert, was in die richtige Richtung geht und was womöglich schief läuft. Für dieses Wissen ist der Atlas ein guter Start.“

Das Kapitel Digitalisierung. Wenn Maschinen stürmen geht den derzeit noch unbeantworteten Fragen nach, wie „Arbeiten 4.0“ die Arbeitsbedingungen verbessern kann und wie sich der digitale Strukturwandel steuern lässt. Der Atlas zeigt auch, dass trotz Automatisierung und digitalem Wandel die Arbeit in Deutschland nicht weniger wird; mögliche Arbeitsplatzverluste durch die Digitalisierung sind viel mehr in China und Indien zu erwarten. Erforderlich sei es hingegen, die duale Ausbildung besser auf die Digitalisierung vorzubereiten, um weiterhin die Vermittlung der erforderlichen Qualifikation der Auszubildenden zu gewährleiten. Denn wenn es gelinge das (Aus-)Bildungssystem fit für die Zukunft zu machen, wäre Arbeitslosigkeit rein rechnerisch durch den demografischen Wandel ab dem Jahr 2027 kein Thema mehr.