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14.05.2019

Zweite offene Ausschreibung der EU-Initiative CloudiFacturing

Start-ups, KMU oder produzierende Unternehmen können sich um innovative Anwendungsexperimente bewerben

Stichtag:
 30.09.2019

Die EU-Initiative CloudiFacturing ist wieder auf der Suche nach innovativen Anwendungsfällen: Vom 1. Juni bis 30. September 2019 können Start-ups, kleinere und mittlere Unternehmen (KMU) oder produzierende Unternehmen (Endverbraucher) am „Second Open Call“ teilnehmen und ihre Experimente aus dem Bereich „Produktion“ einreichen.

Das verarbeitende Gewerbe in Europa tut sich bislang mit der Digitalisierung schwer: Aktuell profitieren weniger als 25 Prozent der produzierenden Unternehmen in Europa von IKT-gestützten Lösungen. Dabei verpassen insbesondere KMU die Chance, sich einen Marktvorteil zu sichern und auf Dauer wettbewerbsfähig zu bleiben.

Eine Lösung, die auch kleineren Unternehmen mit geringerem Budget den Zugang zu technologischem Fortschritt erleichtert, ist es, Services in die Cloud zu verlagern. Hier setzt die Initiative CloudiFacturing an: Rechenintensive Werkzeuge für Produktionstechnik und -simulation sowie Datenanalyse werden als Cloud-Dienste bereitgestellt, um den Unternehmen die Zugänglichkeit zu erleichtern und die Verwendung erschwinglicher zu machen. Die Cloud-basierten Engineering-Tools nutzen Fabrikationsdaten und ebnen dadurch den Weg zur Fertigungsanalytik.

Bei der Konzeption der Use Cases ist zu beachten, dass die zu erwartenden betrieblichen Vorteile aus der Nutzung von rechnerischen Ingenieurs- und Produktionsdienstleistungen klar erkenntlich sind. Zudem müssen die Anwendungsfälle vom Endverbraucher, d. h. einem produzierenden Unternehmen, vorzugsweise einem KMU, gesteuert werden. Für CloudiFacturing sind Anwendungsfälle besonders attraktiv, die Fertigungsprozesse oder -werkzeuge simulieren oder Fabrikdaten nutzen, um daraus zu lernen. Mit Hilfe dieses Lernfortschritts können Herstellungsprozesse und/oder die Herstellbarkeit von Waren optimiert werden.

Die Europäische Kommission unterstützt das Vorhaben mit rund 700.000 Euro. Mindestens sieben der eingereichten Anwendungsfälle werden die Möglichkeit erhalten, Erfahrungen mit HPC/Cloud Computing-Technologien für ihren spezifischen Anwendungsfall zu sammeln. Sie können technische Vorteile erkunden, bestehende Prozesse mit neu gewonnenen Informationen verbessern und den neu entwickelten Vertriebskanal CloudiFacturing Digital Marketplace in Anspruch nehmen.

In Rücksprache mit den Partnern von CloudiFacturing kann ein Antrag ab sofort vorbereitet werden. Für das Gebiet Nordwest- und Nordeuropa ist das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI), Partner von CloudiFacturing, der geeignete Ansprechpartner.

Weitere Informationen zur Ausschreibung sind auf der CloudiFacturing-Webseite zu finden.