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27.07.2018

I4KMU: Förderung von KMU „Industrie 4.0-Testumgebungen – Mobilisierung von KMU für Industrie 4.0“

Bundesministerium für Bildung und Forschung fördert kleine und mittlere Unternehmen bei der Entwicklung, Erprobung und Anwendung digitalisierter Prozesse und Produkte

Stichtag:
 15.11.2019

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert im Rahmen dieser Richtlinie das Innovationspotenzial kleiner und mittlerer Unternehmen (KMU), um digitalisierte Prozesse und Produkte zu entwickeln, zu erproben und anzuwenden. Die Bekanntmachung gibt grundsätzlich Anwendungsfelder und Technologie nicht vor; ein Bezug zu ­Industrie 4.0, Internet der Dinge oder Cyber-Physischen Systeme ist allerdings Voraussetzung. Wichtige Förderkriterien sind Exzellenz, Innovationshöhe und wirtschaftliches Potenzial.

Ziel der Maßnahme ist es, KMU bei der Anpassung ihrer Wertschöpfungsmodelle an digitalisierte Prozesse und bei der Forschung und Entwicklung (FuE) von neuen digitalen Produkten zu unterstützen. Mit der Maßnahme sollen KMU zudem von der Expertise anwendungsorientierter Forschungseinrichtungen profitieren, die einen direkten Technologietransfer ermöglichen. Sie erhalten damit Zugang zu aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen und können diese in ihre eigenen Aktivitäten einbringen. Innovationsbarrieren sollen minimiert und eine breite Anwendung neuer Technologien vorangetrieben werden.

Basis der geförderten Projekte ist ein Zusammenwirken antragsberechtigter Unternehmen mit einer Industrie 4.0-Testumgebungen – im Folgenden auch I4.0-Testumgebungen genannt. Die Testumgebungen stellen bundesweit anwendungsnahe, experimentelle und dem Stand der Technik entsprechende Demonstrationsanlagen sowie Know-how für die Durchführung der Projekte bereit. Die KMU sowie die mittelständischen Unternehmen werden mit der Förderung in die Lage versetzt, eigene Lösungen in für sie geeigneten I4.0-Testumgebungen zu entwickeln oder zu erproben. Damit soll die Einführung und Umsetzung von Industrie 4.0 in die betriebliche Praxis wesentlich erleichtert werden.

Damit Innovationsbarrieren vermieden werden und um Antragsteller anzusprechen, die noch keine Erfahrung mit öffentlichen Fördermöglichkeiten haben, wird die gesamte Fördermaßnahme unterstützend begleitet. Diese Begleitung kann von jedem Förderinteressenten in Anspruch genommen werden. Sie umfasst z. B. eine Erstinformation, eine Unterstützung bei der Auswahl einer geeigneten I4.0-Testumgebung oder bei der Skizzenerstellung. Während der Projektlaufzeit kann ebenfalls eine Unterstützung in Anspruch genommen werden, z. B. für die Durchführungsplanung, die Gestaltung des Projektabschlusses oder für die Ergebnisauswertung. Nach Abschluss des Projekts besteht die Möglichkeit für einen Erfahrungsaustausch zwischen KMU und Testumgebungs-Betreibern.

Interessierten Unternehmen wird empfohlen, sich vor der Beteiligung an dieser Bekanntmachung für eine Beratung mit dem Träger der „I4.0-Begleitforschung zur Mobilisierung KMU“ in Verbindung zu setzen:

Nationale Kontakt- und Koordinierungsstelle „I4.0-Testumgebungen für KMU“
Universität Stuttgart
Nobelstraße 12
70569 Stuttgart
Telefon: +49 7 11/6 85-6 18 66
E-Mail: i4kmu@iff.uni-stuttgart.de
Internet: www.i4kmu.de

In der ersten Verfahrensstufe können beim Projektträger Gesellschaft, Innovation, Technologie im Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt e. V.  jederzeit Projektskizzen eingereicht werden. Es gelten folgende Bewertungsstichtage:

  • 15. März 2019
  • 15. Juli 2019
  • 15. November 2019

Die eingegangenen Projektskizzen stehen im Wettbewerb untereinander und werden insbesondere nach folgenden Kriterien bewertet:

  • Neuheit und Nutzen des Industrie 4.0-Anwendungsfalls,
  • fachlich-technische Qualität des Lösungsansatzes,
  • wirtschaftliches Potenzial,
  • Qualifikation des Interessenten/eigene Vorarbeiten,
  • Eignung der ausgewählten I4.0-Testumgebung (Hard-und Software-Infrastruktur, FuE-Know-how),
  • Qualität und Umsetzbarkeit des Verwertungsplans, Kommerzialisierungsperspektive, Marktpotenzial,
  • Beitrag des Projekts zur zukünftigen Positionierung des Unternehmens am Markt sowie für den Wirtschaftsstandort Deutschland,
  • Abschätzung der Bedeutung der Ergebnisse für die wirtschaftliche und technologische Stellung Deutschlands im Themengebiet Industrie 4.0.

Entsprechend den oben angegebenen Kriterien und Bewertungen werden die für eine Förderung geeigneten Projektideen ausgewählt.