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16.01.2019

Volkswagenstiftung fördert Projekt zu Künstlicher Intelligenz an den Universitäten Duisburg-Essen und Bielefeld

Transdisziplinäre Forschung untersucht die Beziehungen zwischen Menschen und Maschinen

Im Feld der "Künstlichen Intelligenz" (KI) werden technologische Fortschritte in ungeahntem Tempo erzielt. Für die Wissenschaft gilt es dabei, sich folgende Fragen zu stellen: Welche Chancen bietet KI? Wo liegen Risiken? Was bedeuten neue Technologien für die Gesellschaft – und für jeden einzelnen? Um diese und weitere Fragen zu beantworten, hat die VolkswagenStiftung die Förderinitiative "Künstliche Intelligenz – Ihre Auswirkungen auf die Gesellschaft von morgen" gestartet. In der Ausschreibungsrunde 2018 wurden fünf interdisziplinäre Forschungsverbünde in den Gesellschafts- und Technikwissenschaften, die sich in gemeinsamen Projekten den Herausforderungen im Spannungsfeld Künstliche Intelligenz und Gesellschaft widmen, ausgewählt.

Eines der geförderten Projekte ist an den Universitäten Duisburg-Essen UDE) und Bielefeld angesiedelt. In dem Projekt untersuchen Expertinnen und Experten aus Informatik, Psychologie, Ethik und Recht unter anderem, wie die zunehmende Kommunikation mit Maschinen die menschliche Kommunikationskultur sowie das Knüpfen von Beziehungen beeinflusst. Gerade auch den Umgang von Kindern mit KI nehmen die Forscher dabei aus verschiedenen Fachrichtungen in den Blick. Prof. Dr. Nicole Krämer, Sozialpsychologin an der Universität Duisburg-Essen, erklärt:

„Wir untersuchen Szenarien aus dem Alltag aller Nutzer, dazu gehören neben den Erwachsenen auch die verletzliche Gruppe der Jungen und Älteren“. Bei den 7- bis 10-Jährigen heißt das: Unsere Informatiker wollen wissen, wie ein KI-Gerät gebaut sein muss, damit der Nachwuchs es intuitiv bedienen kann. Die Ethik-Experten analysieren, welche Beziehung die Kinder zu den Geräten entwickeln und die Juristen fragen, wie Minderjährige ihre Zustimmung geben und die Geräte selbstbestimmt nutzen können.“

Neben der UDE und der Universität Bielefeld sind die Universität Kassel sowie die Evangelische Hochschule Nürnberg beteiligt. Die VolkswagenStiftung unterstützt das Projekt mit 1,5 Millionen Euro, rund eine halbe Million davon gehen an die UDE.