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08.02.2019

Start der Initiative Stadt.Land.Digital zur Unterstützung von Kommunen

Thematischer Fokus liegt auf Smart Cities und Smart Regions

Bundeswirtschaftsminister Altmaier hat am 16. Januar auf der Bundeskonferenz Stadt.Land.Digital in Berlin den Startschuss für die gleichnamige Initiative gegeben. Die Initiative Intelligente Vernetzung wurde weiterentwickelt zur Initiative Stadt.Land.Digital, die im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie Kommunen bei ihrer digitalen Transformation unterstützt.

Mehr als 300 Digitalisierungsexpertinnen und -experten aus Politik, Verwaltung, Wirtschaft und Gesellschaft und aus Bund, Ländern und Kommunen haben im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie darüber diskutiert, wie digitale Lösungen in Städten und Kommunen zu mehr Lebensqualität, Wachstum und zur Schaffung gleichwertiger Lebensverhältnisse beitragen können. Im Fokus standen die wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Aspekte der Digitalisierung in Städten und Regionen sowie die Frage, wie die Vernetzung von Akteuren die Digitalisierung vorantreiben kann. Die Neuausrichtung soll einen wichtigen Beitrag zur Digitalisierung Deutschlands in der Fläche leisten und zur Verbesserung der Lebensqualität in städtischen und ländlichen Regionen beitragen.

Bundesminister Altmaier betonte:

„Als nationales Kompetenzzentrum wird die Initiative Ansprechpartner für alle Kommunen in Deutschland. Unser Ziel ist es, die Lebensqualität in Stadt und Land durch digitale Lösungen zu verbessern. Dafür stehen wir fest an der Seite der Kommunen."

Die Gewinnerprojekte des Wettbewerbs Stadt.Land.Digital

Auf der Bundeskonferenz fand auch der mit über 200 Beiträgen größte nationale Wettbewerb zu "Smart Cities und Smart Regions" mit Pitch-Vorträgen der Finalistinnen und Finalisten seinen Höhepunkt. Die Jury aus Vertreterinnen und Vertretern des Bundeswirtschaftsministeriums, des Verbands kommunaler Unternehmen und der kommunalen Spitzenverbände wählte dabei aus den sechs Finalistinnen und Finalisten drei Gewinnerprojekte aus. Gewonnen haben diese drei Projekte - zwei davon aus NRW:

  • Energie Cluster digitales Lübeck
  • Allianz Smart City Dortmund WIR.MACHEN.ZUKUNFT
  • Emsdetten auf dem Weg zur Smart City

Zukunft wird vor Ort gemacht: Kommunalstudie erschienen

Wie sind Städte und Gemeinden in Deutschland bei der Digitalisierung und bei der Intelligenten Vernetzung aufgestellt? Diese Frage wird in einer neuen Studie der Initiative Stadt.Land.Digital beantwortet.

In einer repräsentativen Befragung mit mehr als 300 Kommunen konnte festgestellt werden, dass rund 60 Prozent der deutschen Kommunen bereits Digitalisierungsstrategien umsetzen oder entwickeln. Dies ist eine enorme Steigerung, denn 2015 waren es noch rund 40 Prozent. Zudem schließt sich die digitale Kluft zwischen Ost- und Westdeutschland mit einer deutlichen Steigerung des Anteils der Kommunen mit einer Digitalisierungsstrategie in den ostdeutschen Bundesländern.

Die intrinsische Motivation der Kommunen, die schon eine Digitalisierungsstrategie konzipieren oder umsetzen, ist enorm hoch: 95 Prozent der Städte und Gemeinden handeln aus Eigeninitiative. Die Kommunen versprechen sich von digitalen Angeboten eine höhere Attraktivität des Standorts, insbesondere für junge Menschen, Familien, Unternehmen sowie für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer.

Auch Kommunen, die noch keine Strategie planen, erkennen die Digitalisierung als wichtiges Zukunftsfeld. Kommunen, die noch keine Digitalisierungsstrategie haben, nennen vor allem „fehlende Expertise“ und „mangelnde finanzielle Ressourcen“ als Gründe. Die Kommunen wünschen sich Ansprechpartner und Hilfen von außen, um den Weg zu einer smarten Stadt oder smarten Region zu beschreiten. Durch externe Beratung lassen sich Wissen bündeln und verschiedene Akteure miteinander vernetzen.

Etliche Kommunen haben diese Erfordernisse bereits erkannt und arbeiten mit Partnern zusammen: Derzeit greifen rund drei Viertel der befragten Kommunen mit Digitalisierungsstrategie auf die Kompetenzen externer Beraterinnen und Berater zurück, insbesondere in den Feldern Technik und Konzepterstellung. Auch ortsansässige Unternehmen, das Land, der Bund, andere Kommunen, Kammern, Verbände, Vereine und Initiativen sind als Ratgeber gefragt. Bei der Entwicklung von Digitalisierungsstrategien wünschen sich Kommunen mehr Unterstützung von außen: 88 Prozent der befragten Städte und Gemeinden erwarten vom jeweiligen Bundesland Hilfestellung für die Digitalisierung und die intelligente Vernetzung ihrer Kommune; 81 Prozent sehen den Bund in der Pflicht.

Die neue Website der Initiative

Der neue Internetauftritt informiert wie die Initiative Stadt.Land.Digital Kommunen auf Ihrem Weg zur Smart City / Smart Region unterstützt. Zudem werden Informationen über die Ziele der Initiative, ihre aktuellen Projekte und ihre Entstehungsgeschichte bereit gestellt.

Dort erfahren Sie in einem Interwiew mit Marco-Alexander Breit, dem Leiter des Referats „Grundsätze der Digitalpolitik“ im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, wie die Neuausrichtung der Initiative Stadt.Land.Digital hilft, Kommunen noch effektiver zu unterstützen.

In der "Rubrik Projekte aus der Praxis: Smart Cities und Smart Regions" stellt das Portal Projektbeispiele aus Deutschland und anderen Ländern vor.

Die Rubrik "Netzschau" informiert zu maßgeblichen politischen Entwicklungen und Entscheidungen sowie Studien und Expertenmeinungen mit Bezug zu Smart Cities und Smart Regions.