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16.01.2019

Nordrhein-Westfalen fördert Aufbau eines Messsystems zur Digitalisierung der Fertigungstechnik an der FH Südwestfalen

Industrie 4.0 in der Fertigungstechnik sichert Arbeitsplätze und Innovationskraft

Das Land Nordrhein-Westfalen stärkt mit dem Förderprogramm "FH Basis" die anwendungsorientierte Forschung an Fachhochschulen. Gefördert wird die Anschaffung neuer Forschungsgeräte zum Auf- und Ausbau von Forschungsvorhaben. Im Rahmen dieses Programms erhält Prof. Dr. Michael Marré von der Fachhochschule Südwestfalen in Iserlohn eine Förderung für den Aufbau eines Messsystems zur Digitalisierung der Fertigungstechnik. Mit dem Messsystem sollen Produktionsprozesse und Anlagen der Fertigungstechnik digital erfasst werden. Michael Marré erklärt:


 „Es geht um die Erfassung, Weiterleitung, Speicherung und Auswertung unterschiedlichster physikalischer Größen wie Kräfte, Temperaturen oder Schwingungen. Erkenntnisse aus Messwerten können maßgeblich dazu beitragen, die Produktionskosten zu senken. In der Massivumformung kann über eine smarte Auswertung und Prognose eine Lebensdauererhöhung der Werkzeuge von bis zu 25% realisiert werden“.


Die digitale Erfassung birgt laut Marré ein enorm hohes Innovationspotenzial gerade bei klein- und mittelständischen Unternehmen, was nicht nur zur Kosteneinsparung und Arbeitsplatzsicherung führt, sondern auch für neue Geschäftsmodelle in der Kunden/Lieferantenbeziehung sorgen kann:


 „Ähnlich wie beim Autoleasing könnten komplexe Maschinen und Anlagen nach der tatsächlich erbrachten Leistung bezahlt werden. Der Maschinenbetreiber kann sich auf seine Produktherstellung konzentrieren, der Maschinenhersteller hat den Vorteil, dass er sein Geschäftsfeld um weitere Serviceleistungen ausweiten kann“.


Weitere Informationen zu dem Förderprogramm "FH Basis" können beim Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW eingesehen werden.