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25.01.2019

D21-Digital-Index: Deutschland wird digitaler

Ergebnisse des D21-Digital-Index 2018/19 in Berlin vorgestellt

Die Initiative D21 stellte am 22. Januar mit Wirtschaftsminister Peter Altmaier im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie ihre Studie „D21-Digital-Index 2018 / 2019“ vor. Mit dem Digital-Index misst die Initiative mit Unterstützung von Kantar TNS und einer Reihe von Partnern - unter anderem sind dies die Landesanstalt für Medien NRW und der Ministerpräsident des Landes Nordrhein-Westfalen als Premiumpartner - jährlich den Digitalisierungsgrad der deutschen Bevölkerung. Kriterien sind dabei Zugang, Kompetenz, Offenheit sowie Nutzungsvielfalt.

Auf einer Skala von 0 bis 100 Punkten erreicht die deutsche Gesellschaft in der aktuellen Erhebung einen Indexwert von 55 Punkten. Dieser Wert steigt damit im Vergleich zum Vorjahr um 2 Punkte. Grund für den Zuwachs sind Steigerungen beim Zugang und in der Kompetenz. Insgesamt sind 84 Prozent der deutschen Bevölkerung online.

Knapp die Hälfte der befragten Berufstätigen geht davon aus, dass sich ihr Beruf in der näheren Zukunft spürbar durch die Digitalisierung verändern wird. 38 Prozent sehen darin Chancen für neue Jobentwicklungen in ihrem Arbeitsumfeld. 41 Prozent fühlen sich durch die Digitalisierung aber auch einem ständigen Lern- und Anpassungsdruck ausgesetzt. Denn lebenslanges Lernen bildet die Voraussetzung für beruflichen Erfolg, das sehen 84 Prozent der Berufstätigen so.

Insbesondere der Anteil beruflicher Internetnutzerinnen und -nutzer ist in den Großstädten deutlich höher. Zudem werden die Vorteile an Flexibilität und räumlicher Unabhängigkeit durch Telearbeit, Homeoffice oder mobiles Arbeiten, die in der ländlichen Region stärker greifen könnten, mehr in den Großstädten realisiert.

Mit den diesjährigen Schwerpunktthemen eHealth und Smart Home/Vernetztes Leben hat die Studie Anwendungsbereiche in den Blick genommen, in denen die Digitalisierung einen besonders hohen Nutzen für die Gesellschaft entfalten kann. Die Ergebnisse zeigen, dass bisher lediglich zwölf Prozent digitale Gesundheitsanwendungen genutzt und sechs Prozent persönliche Erfahrungen mit intelligenten Haushaltsgeräten oder -robotern gemacht haben. Unabhängig von der tatsächlichen Anwendung ist eine Offenheit gegenüber dieser Technik vorhanden: Jeder Dritte kann sich die zukünftige Nutzung von Haushaltsrobotern, mit dem Internet verbundenen Überwachungskameras oder per App steuerbarer Licht- und Heizungsanlagen vorstellen.