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25.07.2019

Förderung von Forschungsvorhaben zum Thema „Ökonomische Aspekte von IT-Sicherheit und Privatheit“

Ausschreibung im Rahmen des Forschungsrahmenprogramms der Bundesregierung zur IT-Sicherheit „Selbstbestimmt und sicher in der digitalen Welt 2015 bis 2020“

Stichtag:
 17.10.2019

Der Schutz von Unternehmen durch IT-Sicherheitsmaßnahmen wird heute flächendeckend als notwendig anerkannt. Jedoch ist die Einführung von IT-Sicherheitsmaßnahmen vor allem in Bezug auf die notwendigen Arbeitsressourcen und Know-how-Bereitstellung noch immer aufwändig und damit teuer. IT-Sicherheitsmaßnahmen werden unter anderem vernachlässigt, weil ihr Nutzen ohne hohen Aufwand nicht zufriedenstellend bezifferbar ist. 

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) beabsichtigt daher, die Erforschung ökonomischer Aspekte von IT-Sicherheit und Privatheit zu fördern. Ziel dieser Förderung ist es, die deutsche Führungsrolle im Bereich Schutz von Privatheit weiter zu stärken. Weiterhin soll dazu beigetragen werden, das IT-Sicherheitsniveau in Deutschland zu stärken sowie die Überführung von Forschungsergebnissen in die Praxis zu verbessern.

Gegenstand der Förderung ist die Erforschung, Entwicklung und Analyse innovativer Konzepte und Lösungen, welche zentral ökonomische Aspekte von IT-Sicherheit oder Privatheit adressieren. Privatheit und IT-Sicherheit sind in komplexe Prozesse eingebunden, welche maßgeblichen Einfluss auf deren Entwurf haben. Die Gestaltung von Geschäftsmodellen ist in diesem Zusammenhang von großem Interesse, da sie der Ausgangspunkt für sämtliche Kosten-Nutzen-Abschätzungen sind. Die zu untersuchenden Fragestellungen können jedoch über betriebswirtschaftliche Aspekte ­hinausgehen und volkswirtschaftliche und damit gesellschaftliche Fragen berühren.

Themen können dabei sein:

  • IT-Sicherheit messen und beziffern
  • Geschäftsmodelle zur kooperativen Verbesserung von IT-Sicherheit
  • Privatheitsfreundliche Geschäftsmodelle in einer Plattformökonomie

Antragsberechtigt sind staatliche und nicht staatliche Hochschulen, außeruniversitäre Forschungseinrichtungen, Verbände, Vereine und sonstige Organisationen mit FuE1-Interesse sowie Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft. Die Beteiligung von Start-ups, KMU sowie mittelständischen Unternehmen wird ausdrücklich erwünscht und bei der Projektbegutachtung positiv berücksichtigt.

   Das Antragsverfahren ist zweistufig angelegt. In der ersten Verfahrensstufe ist dem Projektträger VDI/VDE Innovation und Technik GmbH bis spätestens zum 17. Oktober 2019 eine Projektskizze vom Verbundkoordinator aus Gesamtvorhabensicht in elektronischer Form vorzulegen.