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25.06.2019

Förderlinien Digitalisierungsoffensive: Digitale Lehr-/Lerninfrastrukturen

Infrastruktur für E-Assessments, digitale Labore und digitale Lehr-/Lernorte

Stichtag:
 31.07.2019

Der mit der Digitalisierung verbundene Umbruch in der Hochschullehre verlangt veränderte, neu konzipierte und adäquat ausgestattete Orte des Lehrens, Lernens und Prüfens an den Hochschulen. Zudem erhält das E-Assessment zur Durchführung digital unterstützter Diagnostiken, Übungen und Klausuren eine zunehmende Bedeutung an den Hochschulen. Die Hochschulen haben hierzu im Rahmen ihrer Möglichkeiten bereits wichtige Schritte, etwa bei der Ausstattung der Hörsäle und Seminarräume, unternommen. Es besteht aber nach wie vor ein großer Handlungs- und Förderbedarf, insbesondere im Bereich der Infrastruktur für E-Assessments und der Ausstattung von Lehr-/Lernlaboren im weiteren Sinne.


Mit dem Förderprogramm „Digitale Lehr-/Lerninfrastrukturen“ möchten das Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen und die Digitale Hochschule Nordrhein-Westfalen im Rahmen der landesweiten Digitalisierungsoffensive den Hochschulen erlauben, aufbauend auf einer Analyse des bisher realisierten und auf der Grundlage eines didaktischen Konzeptes in folgenden sechs Bereichen weitere Investitionen in die digitale Infrastruktur zur Unterstützung von Studium und Lehre vornehmen zu können:


  1. Aufbau geeigneter Infrastruktur zur Durchführung von (normativen, formativen und summativen) E-Assessments.
  2. Aufbau digitaler Lehr-/Lernlabore, in welchen die Studierenden – angebunden an curricular verankerte Lehrveranstaltungen – etwa in Analogie zu experimentellen Laborpraktika digitale Kompetenzen auf- und ausbauen können. Diese Lehr-/Lernlabore

    können fachspezifisch, z.B. in Form von elektronischen Studios, ausgestaltet sein.
  3. Aufbau von studentischen Lernorten, in denen Schlüsselkompetenzen im Umgang mit digitaler Technologie erworben werden und in denen die Studierenden diese Technologien als selbstverständlichen Teil in ihr Selbststudium integrieren können, etwa die Videoanalyse zur Vorbereitung eigener Präsentation, der Umgang mit kooperativer Software für Gruppenarbeiten, eigene Medienproduktion, Kooperationen auf Distanz usw.
  4. Beschaffung entsprechender Software.
  5. Beschaffung von Infrastruktur und Software im Kontext des zukünftigen Landesportals „heureka.nrw“ (Arbeitstitel).
  6. Beschaffung von Infrastruktur, Software und Wartung für Dienste des Hochschulbibliothekszentrums NRW, die die Hochschulbibliotheken einsetzen und für die es keine anderweitige Förderung gibt.

Alle staatlichen Kunsthochschulen sowie die Universitäten und Fachhochschulen in der Trägerschaft des Landes Nordrhein-Westfalen sind eingeladen, sich mit entsprechenden Anträgen zu bewerben. Insgesamt steht ein Fördervolumen von bis zu 18 Mio. € im Haushaltsjahr 2019 zur Verfügung.


Die eingereichten Anträge werden in einem einstufigen Verfahren durch das Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen ausgewählt. Die Förderung kann ab dem 1. August 2019 beginnen und endet am 31.12.2019. Die Anträge können ausschließlich durch die Hochschulleitung gestellt werden.