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16.07.2019

Digitalisierung in der Nutztierhaltung

Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft fördert digitale Ansätze in der Nutztierhaltung

Stichtag:
 09.10.2019

   In der Landwirtschaft werden digitale Techniken zunehmend eingesetzt. Die Digitalisierung bietet der Nutztierhaltung große Chancen, stellt Sie aber gleichzeitig vor ebenso große Herausforderungen. Einerseits hilft die Digitalisierung Ressourcen zu schonen, die Effizienz, Flexibilität und Wirtschaftlichkeit zu steigern und die Tiergesundheit sowie das Tierwohl zu verbessern. Darüber hinaus kann durch eine transparentere Tierhaltung die gesellschaftliche Akzeptanz gesteigert werden. Andererseits sind die Einhaltung des Datenschutzes, der Datenhoheit und der Betriebssicherheit wichtige Aspekte und erfordern die aktive Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Akteuren in der Nutztierhaltung. Nur dann ist die optimale Ausnutzung der Möglichkeiten durch eine weitere Digitalisierung möglich.

Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) verfolgt das Ziel, die großen Potenziale der Digitalisierung für Landwirtschaft, Umwelt und Gesellschaft zu nutzen und gleichzeitig ihre Risiken zu minimieren. Da kostenintensive moderne Technik wirtschaftlicher in Großbetrieben einsetzbar ist, ist es das erklärte Ziel des BMEL, insbesondere die Hindernisse für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) abzubauen. Auch sollte die Nutzung digitaler Technik möglichst einfach und schnell erlernbar sein. Mit dieser Bekanntmachung sollen Projekte gefördert werden, die durch Digitalisierung ermöglichen, die Tiergesundheit und das Tierwohl zu verbessern, die arbeitswirtschaftliche Belastung der Landwirte zu verringern und die Rückverfolgbarkeit entlang der Wertschöpfungskette „Nutztierhaltung“ zu erhöhen.

Eingereicht werden können Vorhaben, welche im Schwerpunkt der industriellen Forschung zuzurechnen sind, wobei auch ein Anteil an experimenteller Entwicklung enthalten sein kann. Folgende Bereiche stehen im Vordergrund:

  • Entwicklung innovativer Ansätze zur Verbesserung der Schnittstellenkompatibilität in der Nutztierhaltung (Smart Farming)
  •     Datenvernetzung, Aufbereitung und intelligente Datenverarbeitung zur Verbesserung der Nachhaltigkeit und zur Ressourceneinsparung
  • Farm Management in Stall- und Außenbereich
  • Digitale Informations-, Beratungs- und Weiterbildungsangebote zur Steigerung der zielgruppenorientierten Wissensvermittlung in der Nutztierhaltung
  • Entwicklung innovativer Lösungen zur Verbesserung von Datensicherheit und -hoheit in der Nutztierhaltung, wie z. B. bei Cloud-Lösungen bzw. der Weitergabe innerbetrieblicher Daten an Dritte

Antragsberechtigt sind Unternehmen, insbesondere KMU, mit Niederlassung in Deutschland sowie Hochschulen und außeruniversitäre Forschungs- und Entwicklungseinrichtungen, soweit eine substantielle Kooperation mit der Privatwirtschaft sichergestellt ist. Die Antragstellung von Start-ups wird ausdrücklich begrüßt.

Die Zuwendungen können im Wege der Projektförderung als nicht rückzahlbare Zuschüsse gewährt werden.

Um eine hohe Qualität sowie eine effiziente Umsetzung der geförderten Vorhaben zu gewährleisten, wird die Förderwürdigkeit im wettbewerblichen Verfahren auf der Grundlage von Projektskizzen beurteilt. Diese müssen bis zum 09.10.2019 über das Internetportal https://foerderportal.bund.de/easyonline/ eingereicht werden.